Sport : Treueschwüre für Trainer Meier

Duisburg in der Krise nach dem 2:3 bei 1860

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München Walter Hellmich ließ erst gar keine Diskussionen aufkommen. „Meier bleibt!“ bestimmte er nach dem Schlusspfiff katagorisch. Der Präsident des MSV Duisburg sah sich gezwungen, nach der 2:3 (0:2)-Niederlage der Duisburger im DFB-Pokal beim Zweitligisten 1860 München all die Kritiker auch mal an die Verdienste des Trainers zu erinnern. „Meier hat uns in die Bundesliga gebracht. Mit Meier werden wir auch oben bleiben“, sagte Hellmich. Das Ende der Trainerdiskussion?

Wohl kaum. Nach drei Niederlagen in Folge, die Pokalpleite bei 1860 München eingerechnet, braucht MSV-Trainer Norbert Meier dringend ein Erfolgserlebnis. Das nächste Bundesligaspiel folgt am Samstag – gegen den VfL Wolfsburg. „Für uns geht es da um eine ganze Menge“, sagt Norbert Meier. Routinier Dirk Lottner spricht gar von einem „lebenswichtigen Spiel“ für den MSV.

Schon im Pokal wollte der Tabellen-17. der Bundesliga etwas für sein Selbstvertrauen tun – und die Vereinskasse nebenbei noch etwas aufbessern. Fünf Minuten vor Schluss beendete der eingewechselte Münchner Nemanja Vucicevic mit seinem Siegtreffer zum 3:2 derlei Hoffnungen. Für Hellmich hatte sich das bittere Ende früh angebahnt. Der Präsident bescheinigte der eigenen Mannschaft „eine grottenschlechte erste Halbzeit“. Die Quittung: Mit einer komfortablen 2:0-Führung ging der TSV 1860 in die Pause. Nachher wurden die Duisburger wenigstens zeitweise besser, glichen durch Anfang und Lottner sogar zum 2:2 aus. Hellmich: „An den guten 35 Minuten nach der Pause müssen wir uns aufrichten.“

Freude herrschte bei 1860 München. Es war der dritte Sieg in Folge, „das gibt Selbstvertrauen“, sagte Münchens Torwart Michael Hofmann. Es gab auch eine Siegprämie: 30 000 Euro – für alle. Das Geld floss in die Mannschaftskasse. dpa

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