Trikotsponsor : Mehdorn: Wir zahlen weniger Geld an Hertha

Im Wirtschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat sich Bahnchef Hartmut Mehdorn zum Sponsoring bei Hertha BSC geäußert. Die Bahn müsse sparen, sagte er. Hertha drohen jetzt Millionen-Verluste.

Sven Goldmann,Klaus Kurpjuweit
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Der Sponsor. Mehdorn muss sparen.Foto: dpa

Auch Hertha BSC bekommt die weltweite Wirtschaftskrise zu spüren. Im Sommer läuft der Vertrag mit dem Hauptsponsor Deutsche Bahn aus, und er wird wohl nicht zu den bisherigen Konditionen verlängert werden. Das sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn im Wirtschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.
 
22 Millionen Euro soll Hertha in drei Jahren bekommen haben

Das Engagement der Bahn beim Berliner Fußball-Bundesligisten soll für die vergangenen drei Jahre rund 22 Millionen Euro betragen haben. Für die kommenden drei Jahre steht angeblich ein Volumen von 18 Millionen Euro zur Diskussion. Die Verhandlungen laufen, ein Abschluss ist noch für den März geplant. Bei Hertha BSC hieß es, man werde sich wie üblich nicht zu laufenden Verhandlungen äußern. Auch Mehdorns Auftritt vor dem Wirtschaftsausschuss wollte die Geschäftsführung des Vereins nicht kommentieren.

Mehdorn: "Hertha kann man ja nicht untergehen lassen"

Der Bahnchef hatte vor den Parlamentariern darauf hingewiesen, das Sponsoring bei Hertha sei nie langfristig geplant gewesen. Als aber vor drei Jahren klar gewesen sei, dass Hertha keinen Trikotsponsor finden werde, habe sich die Bahn als Berliner Unternehmen entschlossen, hier einzuspringen. „Hertha kann man ja nicht untergehen lassen", sagte Mehdorn. Die Bahn ist mit rund 18 000 Beschäftigen der größte Arbeitgeber in Berlin. Weil durch die Wirtschaftskrise der Umsatz vor allem im Güterverkehr um rund 40 Prozent zurückgegangen sei, müsse der Konzern jetzt sparen, sagte Mehdorn. Und dazu gehöre auch das Engagement bei Hertha.

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