Sport : Triumph der Schönheit

Barca siegt im hässlichen Hinspiel bei Real 2:0

von
Schreck lass nach. Reals Strategie der Provokation ging bis zur 76. Minute auf – dann traf Messi zum ersten Mal. Foto: AFP
Schreck lass nach. Reals Strategie der Provokation ging bis zur 76. Minute auf – dann traf Messi zum ersten Mal. Foto: AFPFoto: AFP

Berlin - 19 Titel in acht Jahren hat José Mourinho mit seinen Klubs gewonnen, zuletzt im zweiten von vier Aufeinandertreffen innerhalb von nicht einmal drei Wochen mit dem FC Barcelona den spanischen Pokal. Mourinhos bevorzugtes Mittel gegen die spielstärkste Mannschaft der Welt sind absolute Defensive und stetige Provokation. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den FC Barcelona aus dem Halbfinale der Champions League zu werfen, ist äußerst fraglich. Das ungemein hektische bis hässliche Hinspiel verlor Madrid zu Hause durch zwei Tore von Lionel Messi 0:2 (0:0). Das wahrscheinliche Endspiel heißt Manchester United gegen den FC Barcelona.

Real überließ den Gästen komplett die Initiative. Barcelona hatte gleich deutlich mehr Ballbesitz, fand aber in Abwesenheit des verletzten Andres Iniesta kaum einen Weg durch die mit drei defensiven Mittelfeldspielern dichte Defensive von Mourinhos Team. Nach zehn Minuten ergab sich eine Schusschance für David Villa, der das Tor knapp verfehlte. Keine halbe Stunde war gespielt, als Xavi an Reals Keeper Iker Casillas scheiterte. Das waren die beiden besten Torchancen in der ersten Halbzeit, die eigentlich mit einem Freistoß des nicht so präsenten Cristiano Ronaldo in die Mauer zu Ende ging. Die durch viele Nickligkeiten aufgeheizte Atmosphäre führte aber noch zu einem Tumult am Kabinengang, in dessen Folge Barcelonas Ersatztorwart José Pinto die Rote Karte von Schiedsrichter Wolfgang Stark sah. Dabei ist der doch angeblich Fan der Katalanen – im Ballyhoo vor dem Duell hatte Mourinho daran erinnert, dass Stark einmal den Weltfußballer Lionel Messi gelobt hatte.

Der konnte sich zunächst nicht entscheidend durchsetzen, ebenso wenig wie Mesut Özil. Zur Pause brachte Mourinho für Özil in Emmanuel Adebayor tatsächlich einen Stürmer. Nach einer Stunde konnte Mourinho sich doch über Stark beschweren, nachdem der Pepe für eine gesundheitsgefährdendes Foul gegen Dani Alves Rot gezeigt hatte. Mourinho beschwerte sich zum Spiel passend so intensiv, dass Stark ihn aus dem Innenraum verbannte.

Barcelona suchte in Überzahl weiter nach der Lücke, doch Villa scheiterte am stark reagierenden Casillas. Eine Viertelstunde vor dem Ende war dann doch Messi zur Stelle und drückte den Ball bei einer der jetzt häufigeren Chancen Barcelonas über die Linie. Dem fügte er kurz vor dem Ende des Spiels noch ein fantastisches Solo durch die gegnerische Hälfte hinzu, das er mit seinem zweiten Treffer abschloss. Mathias Klappenbach

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben