Sport : Triumphzug nach Berlin

Hockey: Der BHC sichert sich den Meistertitel

Duisburg - Mehr als vier Stunden dauert die Bahnfahrt von Duisburg nach Berlin, doch für die Hockeyfrauen des Berliner HC wurde der ICE zum Triumphzug. Die Mannschaft der Trainer Dennis Grüneberg und Dennis Gebhard besiegte in der Rhein-Ruhr-Halle im Endspiel der Hallenhockey-Meisterschaft den Lokalrivalen TuS Lichterfelde mit 5:3 (3:3,1:2) nach Verlängerung und sicherte sich den fünften Hallentitel.

Nach der ausgiebigen Feier im Zug wartete noch abends der Empfang im Klubhaus auf den Meister. „Beim letzten Titelgewinn ging es bis acht Uhr morgens, das kann nun übertroffen werden“, sagte der jubelnde Bundesligasportwart der Berliner, Horst Buhr. Die letzte Meisterschaft des BHC in der Halle lag elf Jahre zurück, dementsprechend groß war die Entschlossenheit an diesem Tag. „Man spürte: Die Mädels waren heiß, sie wollten den Titel unbedingt“, sagte Buhr. Dies zeigte sich vor allem in der Verlängerung, in der Anke Brockmann nach einer Strafecke und Natascha Keller mit ihren Toren den Sieg perfekt machten.

Im Berliner Finale, das 2000 Zuschauer in Duisburg verfolgten, zeigte auch der Rivale aus Lichterfelde eine engagierte Vorstellung. Sonja Dittbrenner und zweimal Kerstin Holm glichen jeweils kurz vor dem Ende der Halbzeiten in der regulären Spielzeit die BHC-Führung aus. „Sie haben es sehr eng gemacht, wir hatten Probleme, die Lücken für unser Spiel zu finden“, sagte BHC-Trainer Dennis Gebhard nach der Partie. „Letztendlich hat jedoch unsere Erfahrung den Ausschlag gegeben.“

Britta Billmann, Anke Brockmann und Natascha Keller hatten in der regulären Spielzeit für den BHC getroffen. Den beiden Letztgenannten kam dann auch eine besondere Rolle in der Verlängerung zu. Drei Minuten waren gespielt, da brachte Brockmann ihr Team mit 4:3 wiederum in Führung. Zum Ende der Partie versuchte Lichterfelde alles, tauschte die Torhüterin gegen eine zusätzliche Feldspielerin. Natascha Keller nutzte dies mit einem Schuss ins leere Tor zum entscheidenden 5:3 – der verdiente Sieg und der Meistertitel waren damit perfekt. rul

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