Trotz des nächsten Problems : Hertha nimmt es, wie es kommt

Als wären es für Hertha BSC nicht genug der Schwierigkeiten, kommt nun auch noch das Problem mit der Innenverteidigung hinzu. Und jetzt geht es gegen den Tabellenführer.

Sven Goldmann
FC Schalke - Hertha BSC Foto: ddp
Schicksalsergeben. Herthas Trainer Friedhelm Funkel.Foto: ddp

Wenn die Spieler des Bundesligisten Hertha BSC in diesen Tagen niedergeschlagen sein sollten, dann ist das auf dem Trainingsplatz an der Hanns- Braun-Straße nicht zu bemerken. Dort geht es intensiv zur Sache, vor den Augen von Trainer Friedhelm Funkel wird gekämpft, gegrätscht und gelegentlich auch gebrüllt. Vielleicht aber ist der Trainingsplatz jener Ort, an dem sie sich mental noch am wenigsten mit der misslichen Situation befassen müssen, in der Hertha BSC steckt: Nur fünf Punkte, mit sieben Punkten Rückstand Letzter der Bundesliga, und jetzt wartet auch noch der Tabellenführer Bayer Leverkusen.

Als wären das für den Klub nicht genug der Schwierigkeiten, kommt nun auch noch das Problem mit der Innenverteidigung. Wen soll Friedhelm Funkel am Freitag aufbieten? Nationalspieler Arne Friedrich steht wegen einer Leistenverletzung sehr wahrscheinlich nicht zur Verfügung, sicher fehlen wird Christoph Janker. Er hatte sich bei Herthas zwölfter Saisonniederlage bei Schalke 04 (0:2) in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte eingehandelt. Somit wird wohl der Brasilianer Kaka spielen, den Funkel genau einmal eingesetzt hatte, nämlich am achten Spieltag beim 1:3 gegen den Hamburger SV. Kaka hatte mit einer außerordentlich mäßigen Leistung und einem Eigentor auf sich aufmerksam gemacht, so dass der Trainer ihn fortan nicht mehr aufbieten wollte. Nun aber wird er es müssen. „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Friedhelm Funkel schicksalsergeben.

Auch Fabian Lustenberger nimmt die Ergebnisse nüchtern. „Es läuft einfach nicht so wie letzte Saison“, sagt er, „da haben wir viele Spiele mit einem Tor Unterschied gewonnen, jetzt verlieren wir die Spiele mit einem Tor Unterschied.“ Um das zu verhindern, hatte Hertha eigentlich Florian Kringe nachverpflichtet. Der Mittelfeldspieler lief am fünften Spieltag gegen Mainz aufs Feld – und brach sich nach 13 Minuten den Mittelfußknochen. Nun trainiert er wieder mit, Funkel rechnet aber nicht damit, dass Kringe gegen Leverkusen schon im Kader stehen wird.

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