Sport : Trotzreaktion belohnt

Der Hamburger SV schlägt Stuttgart 2:1 und versöhnt Fans

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Hamburg (dpa). Eine Woche nach der Blamage von Bremen hat der Hamburger SV mit dem 2:1 (1:0)Sieg über den VfB Stuttgart eine Trotzreaktion gezeigt und den Schwaben eine empfindliche Niederlage im Kampf um den zweiten Tabellenplatz zugefügt. Zwei Spiele vor Saisonende der Fußball-Bundesliga liegt das Team von Trainer Felix Magath weiterhin vier Punkte hinter dem FC Bayern München, der nächstes Wochenende ins Gottlieb-Daimler-Stadion reisen muss. Stefan Beinlich brachte den HSV mit einem Freistoßtor nach 38 Minuten in Führung, Kapitän Nico-Jan Hoogma (47.) erhöhte per Kopf. Der Anschlusstreffer von Cacau vier Minuten vor dem Schlusspfiff machte die einseitige Partie nur kurz noch einmal spannend.

Die zu Beginn minutenlangen Pfiffe der Hamburger Fans, die sogar einen ganzen Block aus Protest die ersten fünf Minuten leer ließen, verwandelten sich schnell in Jubelgesänge. Trotz sieben Ausfällen wie Christian Rahn, Bernd Hollerbach und Bastian Reinhardt gingen die Gastgeber vor 55 128 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena engagiert zu Werke und bestimmten über die gesamte Spieldauer das Geschehen. Die Führung durch einen Kunstschuss von Beinlich aus 25 Minuten war hochverdient.

Zwar störten die Schwaben immer wieder die Kreise der Hamburger, nach vorn klappte aber gar nichts. Lediglich eine Tormöglichkeit durch eine Standardsituation in der 40. Minute durch Silvio Meißner aus 25 Metern war in der ersten Halbzeit sehenswert. Doch Hamburgs Torwart Stefan Wächter, der nach der desolaten Leistung von Tom Starke in Bremen wieder im Tor stand, war nicht zu bezwingen. Beim VfB wurden die gelb-gesperrten Stammspieler Marcelo Bordon und Kevin Kuranyi schmerzlich vermisst. Zudem musste der angeschlagene Kapitän Zvonimir Soldo (Adduktorenverletzung) nach der Halbzeit das Feld verlassen.

Wie eine Vorentscheidung wirkte das 2:0 von Kapitän Hoogma zwei Minuten nach Wiederanpfiff, das alle offensiven Bemühungen des VfB Stuttgart unterband. Der Kapitän köpfte einen Freistoß des ehemaligen Nationalspielers Beinlich aus fünf Metern ein. Beinlich, der vorigen Sommer von Berlin nach Hamburg gekommen war, war der beste Mann auf dem Feld. In der 77. Minute verpasste der Hamburger Stürmer Sergej Barbarez eine weitere Großchance, als er über das Tor von Timo Hildebrand köpfte. Auf der Gegenseite versäumte Mario Gomez sein erstes Bundesliga-Tor, als er nach Vorarbeit von Cacau nur den Pfosten (68.) traf.

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