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TSG Hoffenheim : Hoffenheim verpflichtet Trainer Marco Kurz

18.12.2012 10:13 Uhrvon
Der Retter? Der 43-jährige Marco Kurz wäre eine eher unspektakuläre Trainerlösung in Hoffenheim.Bild vergrößern
Der Retter? Der 43-jährige Marco Kurz wäre eine eher unspektakuläre Trainerlösung in Hoffenheim. - Foto: dpa

UpdateMarco Kurz ist neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim. Er löst Interimscoach Frank Kramer ab, der die abstiegsbedrohten Kraichgauer nach der Entlassung von Markus Babbel Anfang Dezember für zwei Spiele betreut hatte.

Marco Kurz ist neuer Cheftrainer der Hoffenheimer. Das bestätigte der Verein am Dienstag. „Ich bin überzeugt davon, dass wir mit ihm die Klasse halten“, sagte Andreas Müller dem Fernsehsender Sky. Der TSG-Manager kennt den ehemaligen Bundesliga-Profi (300 Spiele/5 Tore) noch aus gemeinsamen Spieler-Zeiten beim FC Schalke 04 und ist mit Kurz befreundet. „Ich weiß, wie er als Trainer arbeitet. Ich schätze seine charakterlichen Eigenschaften“, bedachte Müller den neuen Trainer mit Vorschusslorbeeren. „Es ist wichtig, dass ich einen Trainer an meiner Seite habe, dem ich vertraue.“ Kurz bringt den Österreicher Günther Gorenzel, mit dem der 43-Jährige bei seinen früheren Stationen TSV 1860 München und 1. FC Kaiserslautern zusammenarbeitete, als Co-Trainer mit.

Über die Dauer des Vertrags mit Kurz machte Hoffenheim in einer Mitteilung keine Angaben. Laut Medienberichten soll er einen leistungsbezogenen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 erhalten. Er tritt seinen Posten offiziell am 1. Januar an.

Kurz wurde im März in Kaiserslautern entlassen, von dort ist eine turbulente Amtszeit überliefert. Aufstieg in die Bundesliga im ersten Jahr, ein fulminanter siebter Platz in der ersten Bundesligasaison und die Entlassung im zweiten Jahr am 20. März 2012. Nun könnte es sein, dass die Pfälzer ihren ehemaligen Trainer schneller wiedersehen als sie gedacht hätten. Denn der FCK ist als Dritter der Zweiten Liga potenzieller Kandidat für die beiden Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Bundesliga. Und auf Rang 16 steht momentan die TSG Hoffenheim.

Kurz' künftiger Job ist aber nicht nur wegen der Aussicht auf das brisante Duell gegen Kaiserslautern eine echte Herausforderung. Der Abstand zum rettenden Platz 15 beträgt bereits sieben Punkte, und die beiden Teams auf den direkten Abstiegsplätzen, Fürth und Augsburg, liegen nur drei Punkte entfernt.

Der Zuschlag für Kurz wird in Hoffenheim als Versuch von Andreas Müller gewertet, sich im Hinblick auf den einflussreichen Beraterkreis um Klubmäzen Dietmar Hopp zu emanzipieren. Dem ehemaligen Trainer Markus Babbel wurde nachgesagt, sich zu bereitwillig auf die Einflüsterungen aus der Etage Hopp eingelassen zu haben. So zum Beispiel bei der Verpflichtung von Tim Wiese als neuem Torwart, der in acht Spielen 23 Gegentore kassierte und die Mannschaft als Kapitän eigentlich in einen internationalen Wettbewerb führen sollte. Müller und Kurz kennen sich aus gemeinsamen Profizeiten bei Schalke 04, von 1995 bis 1998 spielten sie zusammen in Gelsenkirchen.

Marco Kurz ist nicht der große Name, den sich so mancher in Hoffenheim insgeheim gewünscht hatte. Neben dem 43-Jährigen war auch über Felix Magath oder Hansi Flick, den Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw, spekuliert worden. Auch der einstige niederländische Nationalcoach Bert van Marwijk sowie Schalkes Ex-Co-Trainer und ehemaliger Hoffenheimer Amateurtrainer Markus Gisdol wurden gehandelt. Übergangstrainer Frank Kramer hatte die TSG nach Babbels Entlassung zwei Spiele lang betreut und zwei Niederlagen kassiert. Er wird in sein Amt als Verantwortlicher der U 23 zurückkehren und sagte: „Selbstverständlich werde ich auch in dieser Tätigkeit das neue Trainerteam in jeder mir möglichen Art und Weise unterstützen.“ (mit dpa)

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