Türkische Presseschau : "Türkische Nacht in Berlin"

Am Freitagabend steigt in Berlin das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und der Türkei. In den türkischen Zeitungen herrscht Siegeszuversicht.

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Die türkische Presse zeigt schon mal jubelnde türkische Nationalspieler.
Die türkische Presse zeigt schon mal jubelnde türkische Nationalspieler.Foto: Promo

Der große Tag ist da, und die türkischen Zeitungen sind siegssicher. "Türkische Nacht in Berlin" titelte "Hürriyet" und meldete, die türkische Mannschaft werde beim Spiel gegen Deutschland im Olympiastadion von 30.000 Fans unterstützt. Im Mittelfeld werde es einen "Kampf der Auslandstürken" geben, sagte das Blatt voraus: Denn dort stünden sich auf deutscher Seite Mesut Özil und auf türkischer Hamit Altintop gegenüber.

Zuversicht verbreitete auch "Sabah", die den früheren Bundesliga-Profi und türkischen Ex-Nationalspieler Yildiray Bastürk mit der Einschätzung zitierte, die Deutschen seien derzeit "außer Form", was die Türkei ausnutzen könne, um das Qualifikationsspiel zu gewinnen.

Die Sportzeitung "Fanatik" stimmte ihre Leser mit einer Erinnerung an die letzte deutsch-türkische Begegnung ein. Im Juni 2008 wurden die Türken von der deutschen Mannschaft aus der Europameisterschaft geworfen - nun sei es "an der Zeit, diese Rechnung zu begleichen", kommentierte das Blatt. Der türkische Torwart Volkan Demirel, der im Spiel gegen die Deutschen nach einer Verletzungspause auf seine Position zurückkehrt, sagte "Fanatik", die türkische Mannschaft glaube an sich und ihren Erfolg.

Unterdessen machte "Milliyet" den Lesern mit einer besonderen Expertenmeinung Mut: In einem Gastbeitrag beschreibt der spanische Nationaltrainer Vicente del Bosque, wie die Deutschen zu schlagen seien. Das Wichtigste sei, den Deutschen nicht die Initiative zu überlassen und selbst möglichst oft in Ballbesitz zu sein. "Ich glaube, (der türkische Nationaltrainer Guus) Hiddink hat sich eine ganze Reihe von Wegen ausgedacht, um die Deutschen zu stoppen", schrieb del Bosque, dessen Mannschaft die WM-Träume Deutschlands in Südafrika im Halbfinale beendet hatte.

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