Sport : Tumor oder Kalkablagerung?

Eine Meldung der Illustrierten "Bunte", wonach Alexander Zickler vom FC Bayern München an einem Tumor im rechten Bein leide, stimmt nach Auskunft des Vereins nicht. "Von einem Tumor ist uns nichts bekannt. Alexander Zickler wurde wegen einer Kalkablagerung zwischen Schien- und Wadenbein operiert", sagte ein Pressesprecher des FC Bayern. Zunächst hatten angebliche Aussagen Zicklers für Verwirrung gesorgt, die an den Fall des nach einem Gehirntumor genesenen Dortmunders Heiko Herrlich erinnerten. "Der Arzt meinte, die Operation war so dringend notwendig wie ein Siegtor in der 90. Minute. Aber meine Hoffnung ist, dass sich der Tumor vielleicht doch noch als gutartig herausstellt", wird der Stürmer in der "Bunte" in ihrer heute erscheinenden Ausgabe zitiert. Deutlicher wurde der Berater des Angreifers, Manfred Zimmermann, auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes. Gerüchte über einen bösartigen Tumor wies er entschieden zurück. "Das ist absoluter Blödsinn. Es gibt keine bösartige Wucherung. Die Entwicklung verläuft sehr positiv. Es gibt keine Befürchtungen, dass irgendetwas zurückbleibt", erklärte Manfred Zimmermann.

Noch etwa zwei Wochen lang muss der 28-jährige Angreifer des FC Bayern München einen Gips tragen, erst in acht bis zwölf Wochen wird er wieder ins Training einsteigen können. In dieser Saison spielte Zickler dreizehn Mal für den FC Bayern München in der Bundesliga, allerdings gelang ihm nur ein einziges Tor. 1993 war Zickler von Dynamo Dresden zum FC Bayern gewechselt. Beim deutschen Rekordmeister hat er zumeist die Rolle eines Einwechselspielers inne, dennoch stieg beim FC Bayern zum Nationalspieler auf. Allerdings muss er nun seine Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan begraben. Zickler hat Teamchef Rudi Völler bereits abgesagt. Ein Wechsel im Sommer, den der noch bis zum 30. Juni 2004 unter Vertrag stehende Stürmer zuletzt erwogen hatte, kommt nun ebenfalls nicht in Frage.

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