Sport : Turbine siegt und scheidet aus

Karsten Doneck

Potsdam - Pfiffige Fans hatten die wichtigste Parole auf ein Transparent gepinselt. Das hing dann in Höhe der Mittellinie im Karl-Liebknecht-Stadion. „Nie aufgeben“, lautete die simple Botschaft auf dem weißen Tuch. Die Spielerinnen von Turbine Potsdam hielten sich gehorsam daran: Sie gewannen das Rückspiel im Viertelfinale des Uefa-Pokals der Frauen mit 2:1 (0:1) gegen Dänemarks Meister Bröndby Kopenhagen. Doch genug war das nicht. Zu schwer wog die Hypothek der 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel. „Immerhin haben wir nach dem 0:1-Rückstand gezeigt, dass wir mit diesem Gegner auch mithalten können“, fand Potsdams Mittelfeldspielerin Britta Carlson auch im Ausscheiden wenigstens noch ein bisschen Trost.

Die Potsdamerinnen hatten alles versucht. Sie kämpften, sie kombinierten, sie stürmten – dabei mehr gestört als wirklich wirksam unterstützt von ihrem an der Seitenlinie permanent wie von Sinnen herumbrüllenden Kotrainer Dirk Heinrichs. Aber ein Konter der Däninnen reichte, um über den Umweg eines Eckballs zum 1:0 durch Bettina Falk Hansen zu kommen – unmittelbar vor der Pause. „Wir haben danach Moral gezeigt“, lobte Potsdams Trainer Bernd Schröder seine Elf, die nicht nur durch die überragend Regie führende Ariane Hingst noch den Ausgleich schaffte, sondern kurz vor Schluss zur Freude der 1156 Zuschauer durch Britta Carlson auch noch das Siegtor erzielte.

Bernd Schröder war nachher ehrlich genug, die Chancenlosigkeit seiner Mannschaft nach der deftigen Hinspielpleite einzugestehen. „Der Gegner war so stark, dass wir hier nicht 4:0 gewinnen konnten“, gab der Trainer zu, „die spielen ja auch mit acht dänischen Nationalspielerinnen.“

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