Sport : Turbine spielt auf neuem Rasen in der Champions League

Potsdam - Es wird wieder saftig grün beim deutschen Frauenfußball-Meister Turbine Potsdam: Der Vorjahresfinalist kann sein Halbfinal-Rückspiel in der Champions League am Sonntag gegen Cup-Verteidiger Olympique Lyon nun doch im eigenen Stadion austragen und entgeht in letzter Minute einem peinlichen Imageschaden. Nach einer Krisensitzung der Vereine Turbine und SV Babelsberg sowie der Stadt Potsdam habe man sich auf die Verlegung eines neuen Rollrasens geeinigt, um die Platzsperre der Uefa abzuwenden, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

„Schon am Mittwoch wird der kaum mehr vorhandene Belag abgetragen und ein frischer Rasen aufgebracht“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Der ramponierte Rasen im Karl-Liebknecht-Stadion war am Montag von der Uefa für die Partie gegen Lyon am Sonntag gesperrt worden. Potsdam hatte bereits über einen Umzug in verschiedene Spielstätten im Umfeld nachgedacht. Die Kosten von rund 130 000 Euro für den neuen Rasen trägt der Stadionpächter SV Babelsberg, die Kommune aber springt zur Seite. „Wir werden den jährlichen Zuschuss an Babelsberg früher auszahlen, damit die Arbeiten bezahlt werden können“, sagte Brunzlow. Der gesamte Zuschuss beläuft sich auf 150 000 Euro.

Damit hilft die Stadt den Vereinen aus der Klemme. Denn nach der Platzsperre hatte auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bereits nachgehakt, wie der SV Babelsberg gedenkt, die Drittliga-Saison zu Ende zu spielen. Schon in der Runde zuvor gegen den russischen Vertreter Rossijanka hatten die Uefa-Inspektoren das Geläuf als grenzwertig eingestuft. „Unsere Finalchancen sind jetzt von einem auf zwei Prozent gestiegen“, sagte Turbines Trainer Bernd Schröder. Das Hinspiel hatte seine Mannschaft 1:5 verloren, so dass im Rückspiel am Sonntag schon ein kleines Wunder nötig ist. dapd

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