Turnen : Fabian Hambüchen kann wieder strahlen

Das Missgeschick von Peking ist abgehakt. Fabian Hambüchen hat sich bei seinem ersten internationalen Auftritt seit den Olympischen Spielen wieder in Glanzform präsentiert.

Frank Thomas[dpa]
Fabian Hambüchen
Fabian Hambüchen fliegt seiner Konkurrenz wieder davon. -Foto: dpa

Chiasso/BerlinBeim 25. Arthur-Gander-Memorial im schweizerischen Chiasso - benannt nach dem früheren Präsidenten des Weltturnverbandes FIG - sorgte der gerade 21 Jahre alt gewordene Wetzlarer für den ersten deutschen Erfolg bei diesem Traditionsturnier. Strahlend zeigte er nach dem Wettkampf das Victory-Zeichen in die Kameras und war zufrieden mit seinem fast perfekten Saison-Einstand.

"Das war natürlich ein Klasse-Auftakt, alles lief relativ reibungslos", meinte Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen, nachdem sein Sprössling an allen vier Geräten den Bestwert gegen eine starke Konkurrenz verbucht hatte. Dabei kam dem Reck-Weltmeister der traditionelle Wettkampfmodus zu Gute: Geturnt wurde nur an vier Geräten, so musste er an seinen beiden schwächeren Geräten Seitpferd und Ringe nicht antreten. Mit 63,00 Punkten siegte der Hesse deutlich vor dem 33 Jahre alten Vorjahressieger Jordan Jowtschew aus Bulgarien (61,45) und dem russischen Mehrkampf-Europameister Maxim Dewjatowski (60,65).

Neue Übung am Reck

Am meisten freute sich der Olympia-Dritte über seine Vorstellung am Reck, an dem er in Peking wegen nicht optimaler Ausführung das erträumte Olympia-Gold verloren hatte. "Er hat seine neue Übung mit einem gestreckten und einem gehockten Kovacs sehr ansprechend angeboten. Aber er hat noch nicht alles gezeigt", meinte Wolfgang Hambüchen. Bei einem Ausgangswert von 7,1 Zählern kam Fabian auf 16,00 Punkte und hatte damit 1,55 Zähler Vorsprung auf den zweitplatzierten Jowtschew. Auch am Boden (15,25), Sprung (16,15) und Barren (15,60) setzte er sich an die Spitze der Konkurrenz.

Die nächste Bewährungsprobe steht für Hambüchen schon am Sonntag beim traditionellen Swiss-Cup in Zürich an. Dort wird er gemeinsam mit Oksana Chusovitina ein Team bilden. Die Olympia-Zweite aus Köln kam in Chiasso in der Frauen-Konkurrenz, in der drei Geräte gewertet wurden, mit 44,00 Punkten auf Platz zwei hinter der rumänischen Boden-Olympiasiegerin Sandra Izbasa (44,30), die vor allem am Balken und Boden überzeugte. Chusovitina war mit 15,00 Punkten beste Turnerin am Sprung-Tisch.

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