Turnier in Luxemburg : Lisicki verliert Finale

Sabine Lisicki verliert das Finale in Luxemburg - und beweist, dass sie nach mehreren Verletzungspausen wieder auf dem Weg nach oben ist.

Anke Myrrhe
WTA-Turnier in Luxemburg - Sabine Lisicki
Ende der Rückschläge. Sabine Lisicki hat sich zurückgekämpft.Foto: dpa

Berlin - Sabine Lisicki hatte bislang nicht besonders viel Glück in der zweiten Hälfte des Jahres 2009. Erst war es eine Schulterverletzung, die die 20-Jährige bremste, dann knickte die derzeit beste deutsche Tennisspielerin kurz nach ihrer Genesung in der zweiten Runde der US Open um und musste mit einer Knöchelverletzung erneut einen Monat lang pausieren. Doch nun scheint es wieder besser zu laufen für Sabine Lisicki. Beim WTA-Turnier in Luxemburg erreichte die Berlinerin das Finale, das sie am Sonntagnachmittag zwar recht glatt 2:6, 5:7 gegen Timea Bacsinszky aus der Schweiz verlor. Dennoch darf Lisicki nun auf einen versöhnlichen Jahresabschluss hoffen.

Wohl auch, weil sie in der jüngsten Vergangenheit derart viele Rückschläge auf ihrem zuvor so steilen Aufstieg in die Tennis-Weltspitze einstecken musste, hatte Sabine Lisicki nach ihrem Halbfinalsieg Tränen der Erleichterung in den Augen. „Ich bin so froh, dass ich es ins Finale geschafft habe“, schrieb sie auf der Homepage der Profiorganisation der Frauen (WTA), wo Lisicki, anmoderiert als eine der größten Hoffnungen der Frauen-Tennistour, die gesamte Woche über ihren eigenen Internet-Blog verfasste. „Ich werde alles geben, um den Titel zu holen.“

Dafür reichte es dann nicht ganz gegen die ungesetzte und bisher weitgehend unbekannte Schweizerin, die im Halbfinale die US-Open-Halbfinalistin Yanina Wickmayer aus Belgien besiegt hatte. Doch das dritte Finale für Sabine Lisicki auf der Profi-Tour – in Charleston gelang ihr im April der bislang einzige Titel – ist trotz der Enttäuschung ein gutes Zeichen für die gerade 20 Jahre alt gewordene Lisicki. Sie scheint wieder auf der Höhe ihres Spiels zu sein – was man in den vergangenen Monaten nicht unbedingt behaupten konnte. Durch die Schulterverletzung im rechten Schlagarm, war sie gezwungen, ihre Aufschlagbewegung umzustellen. „Es fällt mir sehr schwer, so aufzuschlagen“, sagte Lisicki am Rande der US Open Anfang September, „denn ich weiß, was mein Aufschlag für eine Waffe ist.“

In Luxemburg schlug Lisicki unter anderem die Schweizerin Patty Schnyder, die zuvor die belgische US-Open-Siegerin Kim Clijsters aus dem Turnier genommen hatte, und im Halbfinale bewies die derzeit an Position 28 der Weltrangliste geführte Lisicki starke Nerven, als sie die zehn Plätze hinter ihr gelistete Israelin Shahar Peer im Tiebreak des dritten Satzes besiegte. Lisickis Chancen, das Jahr erstmals unter den besten 30 zu beenden, sind durch die Finalteilnahme deutlich gestiegen. Und das ist schließlich der nächste Punkt auf ihrer Liste in Richtung des einen großen Ziels: Die Nummer eins der Welt zu werden.

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