Sport : Turnier soll zum Weltcup zweiter Kategorie aufgewertet werden

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Fast die gesamte europäische Fechtelite wird am morgigen Sonnabend im Süden Berlins um den 13. Steglitzer Pokal kämpfen, der in diesem Jahr erstmals als Europacupturnier gewertet wird. Unter den rund 100 Teilnehmern aus acht Nationen sind auch der amtierende Florett-Weltmeister und Vorjahressieger Sergej Golubitzki aus der Ukraine sowie die Weltmeistermannschaften der Frauen und Männer aus Polen.

Die Vorentscheidungen im Damendegen (ab 8 Uhr) und Herrenflorett (ab 10.30 Uhr) werden in der Carl-Diem-Sporthalle (Lessingstraße 5-8) ausgetragen, das Finale der jeweils vier Besten findet ab 19 Uhr im Hotel Steglitz International (Albrechtstraße 2) statt. Für die deutschen Fechter um Pawel Warzycha (Tauberbischofsheim), Ralf Bißdorf (Heidenheim) und Christian Schlechtweg (SC Berlin) ist es der letzte Test vor den Weltmeisterschaften in Seoul/Südkorea in gut vier Wochen.

Der Steglitzer Fechtclub Berlin, der das Turnier seit 1987 jährlich ausrichtet, hat in diesem Jahr erstmals ein Preisgeld von insgesamt 7000 Mark ausgelobt, die Veranstaltung wird dadurch, neben Graz, Prag und Melon, als "Euro-Grand-Prix" gewertet. Doch Fechtclub-Präsident Udo Ungureit hat noch höhere Ziele: Er hofft, dass das Steglitzer Meeting ab dem kommenden Jahr vom Deutschen Fechter Bund als QB-Turnier und damit als Weltcup der zweiten Kategorie anerkannt wird. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, liegt bei 95 Prozent", sagte Ungureit am Donnerstag. Sollte das der Fall sein, würde die 14. Auflage des Turniers erst im Februar 2001 stattfinden.

Bei QB-Turnieren wären die deutschen Fechter zur Teilnahme verpflichtet, sofern sie Punkte für die deutsche Rangliste sammeln und sich damit für internationale Wettkämpfe qualifizieren wollen. Bislang sind in Deutschland nur die Meetings von Bad Dürkheim und Heidenheim sowie die Deutschen Meisterschaften als QB-Wettkämpfe anerkannt. Sollte Steglitz die Zulassung bekommen, würde Bad Dürkheim im Gegenzug von der Liste gestrichen.

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