TV-Rechte : Bundesliga: Milliarden-Vertrag mit Kirch geplatzt

Keine Einigung: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Vermarktungsverträge mit dem Medienunternehmer Leo Kirch gekündigt. Dem Deal standen vor allem Auflagen des Kartellamtes im Weg.

Frankfurt/MainDer Ligavorstand habe die Zusammenarbeit mit den Kirch-Unternehmen K 15 und Sirius Sportmedia beendet und den Weg für eine eigene Ausschreibung der Medienrechte beschlossen, teilte die DFL am Donnerstag mit. "Das Kartellamt hat mit seinen Vorgaben der geplanten Zusammenarbeit die Grundlage entzogen. Nach Abwägung aller Handlungsmöglichkeiten hat der Vorstand daher beschlossen, die entsprechenden Vertragsbeziehungen aufzulösen", sagt DFL-Präsident Reinhard Rauball.

"Der Zeitplan war stets so gewählt, dass die Option der Eigenvermarktung wie 2005 zeitgerecht möglich ist und eine Finanzierung der Folgesaison rechtzeitig gesichert ist", sagte Rauball. Nun werde die DFL einen Spielplan und "konkrete Pakete definieren". Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, sagte, die DLF habe mit Zustimmung von Sirius bereits einige Sondierungsgespräche geführt. Ein am Mittwoch eingereichtes Angebot eines Vermarkters sei aber abgelehnt worden. Nicht ausgeschlossen bleibe die Zusammenarbeit mit einem Vermarktungsdienstleister. Die Ausschreibung werde voraussichtlich im Oktober beginnen.

Sirius wollte ab 2009 die Fernsehrechte der DFL vermarkten und sicherte dafür der Liga Erlöse von drei Milliarden Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren zu. Das Bundeskartellamt verlangt jedoch, die Zusammenfassungen der Samstagsbegegnungen vor 20 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen zu zeigen. (mfa/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben