U20/21-Nationalmannschaft : Sammer träumt vom deutschen Kaká

Kaká, Rooney oder Ronaldo - auch deutsche Spieler dieses Kalibers soll es bald wieder geben. "Noch sind sie eine Etage drüber, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis auch wir solche Spieler wieder haben", glaubt DFB-Sportdirektor Sammer.

Aalen/Frankfurt - "Man sieht, dass wir gute Fußballer haben und wir brauchen Typen. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel", sagte Sammer am Rande des überzeugenden 4:0-Sieges der in diesem Jahr weiterhin ungeschlagenen U20/21-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen die Schweiz.

Allein unter U-21-Trainer Dieter Eilts feierten in der laufenden Findungsphase fast fünfzig Spieler ihr Debüt. Ein Ziel ist der Titel bei der EM 2009 in Schweden. Bereits in der kommenden Woche will sich die U 17 von Paul Schomann bei der EM in Belgien (2. bis 13 Mai) für die WM in Korea (18. August bis 9. September) qualifizieren. "Es ist wichtig, dass wir bei großen Turnieren dabei sind. Dort können sich die Spieler bewähren und mit den Besten ihres Jahres messen", betonte Sammer. Der bis dato letzte Titelgewinn einer DFB-Juniorenauswahl liegt 15 Jahre zurück.

Eils verzichtet auf hochkarätige Spieler

Für Eilts hat dennoch das Heranführen seiner Nachwuchsakteure an die A-Nationalmannschaft Priorität. Wichtiger als ein Erfolg im Juniorenbereich sei, "dass unser Aushängeschild funktioniert", betonte auch Sammer. Für Eilts beginnt nach dem vorzeitigen Aus in der Qualifikation für die EM 2007 am 7. September in Nordirland die heiße Phase im Kampf um das Schweden-Ticket.

Zuvor wird Eilts, der auch gegen die Schweiz auf Leistungsträger wie den angeschlagenen Kapitän Eugen Polanski (Borussia Mönchengladbach), Aaron Hunt (Werder Bremen), Ashkan Dejagah, Kevin-Prince Boateng (beide Hertha BSC Berlin), Gonzalo Castro (Bayer 04 Leverkusen), Marc-André Kruska (Borussia Dortmund), Keeper Manuel Neuer (FC Schalke 04) oder die beiden Stuttgarter Serdar Tasci und Sami Khedira verzichtete, seine Mannschaft beim hochkarätigen Turnier im französischen Toulon (31. Mai bis 9. Juni) einschwören. "Ich will dort mit dem stärksten Kader antreten", kündigte Eilts an. "Verglichen mit einem 100-Meter-Lauf haben wir etwa die Hälfte hinter uns." (tso/dpa)

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