Sport : UCI erwägt Straferlass für Geständnisse

Kopenhagen - Der Weltradsportverband UCI erwägt einen Straferlass für Athleten, die den Gebrauch von Dopingmitteln gestehen. Die Organisation habe mehrere Vorschläge für eine Amnestie erhalten und werde in der kommenden Woche über diese Möglichkeit beraten, sagte deren Anti-Doping-Beauftragte Anne Gripper der dänischen Zeitung „Berlingske Tidende“. Es sei unwahrscheinlich, dass weitere Sportler den Einsatz von Dopingmitteln zugäben, solange keine Straffreiheit zugesichert werde, sagte sie. „Um eine Zukunft zu gestalten, muss man die Vergangenheit eingestehen und von ihr lernen“, wurde Gripper zitiert. Nur so könne es auf sauberem Weg weitergehen. Der Verband hoffe, dass Radsportler anderer Länder den Geständnissen aus Deutschland und Dänemark folgten. Neben anderen hatten die früheren Telekom-Fahrer Erik Zabel, Rolf Aldag und Tour-Sieger Bjarne Riis zugegeben, sich mit dem verbotenen Hormonmittel Epo gedopt zu haben. dpa

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