• ÜBER DIESEN TRAINER SPRICHT GANZ PORTUGAL: ÜBER DIESEN TRAINER SPRICHT GANZ PORTUGAL

ÜBER DIESEN TRAINER SPRICHT GANZ PORTUGAL : ÜBER DIESEN TRAINER SPRICHT GANZ PORTUGAL

Foto: AFP
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Man kann diesem Jesus ja so einiges nachsagen. Aber dass er ein Gewalttäter ist? Da hört der Spaß entschieden auf! Schließlich weiß doch die ganze Welt, dass Jesus immer einer war, der sich für die gute Sache eingesetzt hat. Ein Redner, ein Zuhörer, ein Vermittler, einer, der noch die linke Wange hinhielt, wenn man ihn auf die Rechte schlug. Glaubt man den Erzählungen, dann war das nicht selten der Fall. Und hat er zurückgekeilt? Mitnichten! Jesus nahm beinahe übermenschlich die Gehässigkeiten seiner Zeitgenossen hin. Seine Gesinnung unumstößlich wie der Turm zu Babel. Jesus war, ist und wird immer Pazifist bleiben. Dumm nur, dass Videoaufzeichnungen nun das Gegenteil beweisen. Jesus wird da als ziemlich rabiater Wüterich überführt, die Faust ist ihm deutlich näher als das beschwichtigende Wort. Was hilft es da, dass sich Jesus nach eigenem Bekunden nur für die kleinen Leute aufgeopfert hat. Sein Einschreiten beschert ihm nun womöglich den Gang vor ein allzu irdisches Gericht. Jorge, so heißt Jesus mit Vornamen, droht im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe. Die Polizei ermittelt gegen den Trainer von Benfica Lissabon wegen Behinderung der Polizeiarbeit. Die Indizien sprechen gegen ihn. Nach dem 1:0-Sieg seiner Mannschaft bei Vitoria Guimaraes war er aufs Spielfeld geeilt, um platzstürmenden Fans bei ihrer Auseinandersetzung mit den anwesenden Ordnungskräften zu helfen. Jorge Jesus sieht sich als Märtyrer. „Ich wollte nur die Gemüter beruhigen“, sagt er. Nur Gott weiß, ob er nicht doch anderes im Schilde führte. Sebastian Stier

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