Über Kiel in nach Amerika : Boxer Arthur Abraham will die USA erobern

Auf seinem Weg ins Box-Mekka Amerika macht Arthur Abraham am Samstag zum letzten Mal Station in Deutschland - und will sich bei seinem Kampf für große Auftritte in den Staaten empfehlen.

Gert Glaner[dpa]
Arthur Abraham
"King Arthur" Abraham (rechs im Bild) kämpft am Samstag gegen Elvin Ayala. -Foto: dpa

Kiel Der 28 Jahre alte Mittelgewichtler und IBF-Weltmeister Arthur Abraham will sich am Samstagabend (22.10 Uhr/ARD) in Kiel mit einem Sieg über Elvin Ayala (USA) endgültig für einen großen Fight jenseits des Atlantiks empfehlen. "Ich will danach in den USA boxen. Wenn das Wirklichkeit werden soll, darf ich mir keinen Ausrutscher leisten", bestimmte der gebürtige Armenier den Stellenwert des Duells.

Der in 25 Kämpfen ungeschlagene Normalausleger hat sich wie immer an der Ostsee und in der Sportschule Kienbaum vorbereitet, hart gefordert von seinem Trainer Ulli Wegner. Der hat seinen Schützling sogar zu einem "Weltrekord" beim Schlagkrafttest getrieben. Der 28-Jährige schaffte in der Prüfung, bei der die Kraftwerte der einzelnen Schläge im Verhältnis zum Körpergewicht gemessen werden, einen Wert, der vor ihm noch nie erreicht wurde. "Das zeigt, welche Reserven in Arthur stecken und dass wir zukünftig noch einige großartige Leistungen von ihm erwarten können", lobte Wegner.

Auf solche Art vorbereitet steigt der Berliner auch mit breiter Brust in der Ring der Kieler Arena, in der sonst die beste Handballmannschaft Europas zu Hause ist. "Ich werde zeigen, wer der Champion ist", lautete Abrahams Antwort auf die forschen Töne von Ayala, der seine Rolle als Herausforderer wenigstens verbal sehr gut angenommen hat. "Ich bin nicht zum Sightseeing nach Kiel gekommen. Ich will gewinnen, fühle mich wie ein Löwe im Dschungel", tönte der 27-Jährige im Vorfeld der WM.

Sauerland ist von seinem Schützling überzeugt

Mit der Zuversicht steht Ayala allerdings ziemlich allein. "Jeder Mensch hat Träume, aber ich bin mir sicher, dass Arthur am Wochenende Weltmeister bleibt", sagte Promoter Wilfried Sauerland überzeugt. Wegner warnte allerdings vor Leichtsinn: "Wir werden Ayala auf keinen Fall unterschätzen. Das ist ein gefährlicher Mann, gegen den Arthur ständig auf der Hut sein muss."

Dennoch denken alle schon weiter und sehen den momentan erfolgreichsten Sauerland-Boxer bereits Mitte des Jahres in den Staaten im Ring. Für den 7. Juni ist ein Termin im New Yorker Madison Square Garden für Abraham avisiert. Ende des Jahres sol es möglicherweise den ersehnten ersten Vereinigungstitelkampf geben. Wunschgegner ist der in 33 Kämpfen unbezwungene WBC- und WBO-Champion Kelly Pavlik (USA).

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