Sport : Überlegen in Unterzahl

Berliner Eisbären siegen 5:2 in Frankfurt

Joachim Winkel

Frankfurt am Main - Die Frankfurt Liions scheinen der Lieblingsgegner der Eisbären zu werden. Als nämlich gestern vor 6500 Zuschauern in der Eissporthalle am Ratsweg die Schlusssirene erklang, konnten sich die Gäste bereits über ihren sechsten Sieg in Serie gegen die Hessen freuen. Mit dem 5:2 (1:0, 1:1, 3:0)-Erfolg bei den Lions kletterten die Eisbären in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auf Rang sechs. Das Kuriose am Spiel war, dass die Berliner besonders in Unterzahl gefährlich waren. Dem dreifachen Torschützen André Rankel gelangen bei numerischer Unterlegenheit der Berliner gleich zwei Treffer.

Die Lions haben dieser Tage eben wenig Grund zur Freude. Am Montag wurde Karl-Heinz Fliegauf entlassen, weil die Atmosphäre zwischen Manager und Mannschaft wohl nicht mehr stimmte. Zudem sickerte durch, dass Nationalspieler Michael Hackert den Klub zum Saisonende verlässt. Auch sportlich läuft es zurzeit eher ungünstig für den Deutschen Meister von 2004. Auf gleich drei Center mussten die Lions gestern im Spiel gegen die Eisbären verzichten: die verletzten Kanadier Patrick Lebeau und Jason Young sowie den gesperrten Steve Kelly.

Anfangs sah es auch so aus, als sollten die Eisbären mit dem geschwächten Gegner leichtes Spiel haben. Die Berliner gingen durch ein Kontertor in Unterzahl in Führung, André Rankel war der Torschütze. Im Gefühl des sicheren Sieges wurden die Berliner dann vielleicht zu überheblich, was sich für sie rächte. Peter Podgradsky traf im Powerplay zum 1:1, Michael Bresagk zum 2:1 für die Lions. In 5:3-Überzahl gelang Deron Quint aber noch im zweiten Drittel der Ausgleich. Für die 3:2-Führung war dann Rankel verantwortlich – während einer fünf Minuten langen Berliner Unterzahlsituation. Marcel Müller hatte nach einem Check gegen Peter Macholda eine Matchstrafe erhalten. Sven Felski erhöhte dann drei Minuten vor Schluss auf 4:2, Rankel gelang mit einem Schuss ins verwaiste Frankfurter Tor sogar noch das 5:2 zum verdienten Berliner Sieg.

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