Überraschender Sieg in Moskau : BR Volleys erreichen Final Four in Rom

Die BR Volleys sind bei den Branchenführern im Volleyball angekommen: Nach dem Sieg in Moskau stehen sie im Final Four.

Die BR Volleys stehen im Final Four in Rom.
Die BR Volleys stehen im Final Four in Rom.Foto: dpa

Am Ende stießen sie lauthals Schimpfwörter auf Englisch und Italienisch aus, die an dieser Stelle nicht übersetzt werden sollten. Es ist auch nicht überliefert, was das sollte. Vielleicht war es ein Mittel, die Anspannung loszuwerden. Die Spieler der BR Volleys lösten am Mittwoch eine Mammutaufgabe: Sie besiegten Dynamo Moskau in Russland mit 3:2 (37:35, 22:25, 21:25, 25:15, 15:8) und haben sich damit für das Final Four in der Champions League am 29. und 30. April in Rom qualifiziert.

Sportlich ist das den Volleys in ihrer Klubgeschichte noch nie gelungen. 2015 nahmen sie am Final Four teil, weil sie Ausrichter waren.
Der Erfolg gegen Dynamo Moskau kam überraschend. Die Berliner spielten bis dato eine ordentliche Saison, doch gegen den ärgsten nationalen Widersacher, den VfB Friedrichshafen, setzte es in vier Spielen vier Niederlagen. Zudem gilt Dynamo Moskau als eine der stärksten Mannschaften der Welt. Der Etat der Russen übersteigt jenen der BR Volleys um ein Vielfaches. Und dann machten wenige Tage vor dem Rückspiel in Moskau (das Hinspiel hatten die Volleys ebenfalls 3:2 gewonnen) auch noch die Gerüchte die Runde, dass Trainer Roberto Serniotti die Berliner am Ende der Saison wohl verlassen werde.

Was auch immer mit Serniotti passiert, fest steht, dass unter seiner sportlichen Leitung die Volleys inzwischen mit den Branchenführern mithalten können. Am Mittwoch spielten sie intelligenter und variantenreicher als die brachialen Russen.

Insbesondere Satz eins war mit einer Spielzeit von 45 Minuten hart umkämpft. Das Team von Serniotti setzte sich durch, gab aber die beiden folgenden Durchgänge ab, ehe es zu einem fulminanten Endspurt ansetzte.
Überragende Spieler auf Seiten der BR Volleys waren dabei Kapitän Robert Kromm und Paul Carroll mit jeweils 25 Punkten. (Tsp)

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