Sport : Überzeugend ist anders

Stuttgart, Wolfsburg, Dortmund und der HSV starten holprig in den Uefa-Cup

Berlin - Vier Fußball-Bundesligisten sind am Donnerstagabend in die erste Hauptrunde des Uefa-Pokals gestartet sind, keiner von ihnen hat sich dabei souverän präsentiert. Am Dienstag hatten bereits Hertha BSC (2:0 gegen St. Patrick’s Athletic) und Schalke 04 (4:1 in Nikosia) ihre Hinspiele absolviert.

Borussia Dortmund hat die Chance auf ein Weiterkommen bereits im Hinspiel so gut wie verspielt.

Die Westfalen unterlagen im eigenen Stadion Udinese Calcio 0:2 (0:2). Schon nach acht Minuten erzielte Antonio Floro Flores die Führung für die Italiener. In der Folge erarbeitete sich die Borussia eine Reihe von Chancen, Udinese blieb aber gefährlich. Nach einer guten halben Stunde schloss Gökhan Inler einen geradlinigen Konter zum 0:2 ab. In der zweiten Halbzeit enttäuschten die Dortmunder, Udinese geriet kaum noch einmal in Gefahr. Zudem verlor der BVB Mohamed Zidan und Mats Hummels, die beide verletzt ausgewechselt werden mussten.

Der VfL Wolfsburg machte es besser als der BVB: Die Niedersachsen besiegten Rapid Bukarest mit 1:0 (1:0). „Ich bin heilfroh, dass wir zu Null gespielt haben“, sagte Trainer Felix Magath. „Das ist ein gutes Ergebnis.“ Das Tor erzielte der Brasilianer Grafite in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Foulelfmeter. Die Wolfsburger vergaben allerdings viele gute Chancen und damit eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen, „In Rumänen wird es noch einmal heiß hergehen. Da werden wir mentale Stärke brauchen“, sagte Magath. Bukarests Trainer José Peseiro sah das ähnlich: „Wolfsburg hat verdient gewonnen, aber wir kommen weiter.“



Nationalstürmer Mario Gomez bewahrte den VfB Stuttgart gegen Cherno More Warna vor einer Blamage. Gomez erzielte beide Treffer beim mühsamen 2:1 (0:1)-Sieg vor nur 2000 Zuschauern im fast leeren Lewski-Stadion von Sofia. Weil das Stadion in Warna nicht den Uefa-Anforderungen genügt, musste der Achte der bulgarischen Liga in die 400 Kilometer entfernte Hauptstadt ausweichen. Tanko Djakow brachte die Bulgaren kurz vor der Pause sogar in Führung, ehe Gomez zwei Abwehrfehler nutzte und das schwache Spiel noch drehte. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der Leistung nicht“, sagte VfB-Trainer Armin Veh.



Auch der aktuelle Bundesliga-Spitzenreiter konnte nicht überzeugen: Für den HSV reichte es gegen Rumäniens Tabellenführer FC Unirea Urziceni im eigenen Stadion nur zu einem 0:0. Das Rückspiel in der nur 17 000 Einwohner zählenden Stadt Urziceni wird damit für die Hamburger zur Quälerei. Der FC Unirea hinterließ einen guten Eindruck, verteidigte kompakt und setzte vereinzelt auch gefährliche Akzente nach vorne. Auf Seite der Hamburger traf David Jarolim aus 16 Metern den Innenpfosten, Nationalspieler Piotr Trochowski wagte ein paar Distanzschüsse. Aber letztlich ärgerte sich Urzicenis Trainer Dan Petrescu sogar über das Ergebnis: „Wir hätten ein, zwei Tore schießen müssen.“ Eher gleichmütig betrachtete sein HSV-Kollege Martin Jol den Ausgang der Partie. „1:0 oder 0:0 – das ist im Europapokal doch fast dasselbe. Wir haben erstmals in dieser Saison zu Null gespielt – das ist vielleicht das Positive.“

dpa/kad/Tsp

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