Uefa Champions League : Borussia Dortmund als Gruppensieger im Achtelfinale

Borussia Dortmund reicht im letzten Gruppenspiel gegen den RSC Anderlecht ein 1:1 im eigenen Stadion zum Gruppensieg. Im Achtelfinale der Champions League wird sich das Team aber steigern müssen.

Ilkay Gündogan (l.) and Anderlecht Dennis Praet lernen sich in dieser Szene näher kennen.
Ilkay Gündogan (l.) and Anderlecht Dennis Praet lernen sich in dieser Szene näher kennen.Foto: AFP

Entschuldigung, kurze Frage: Wie steht’s eigentlich in Istanbul? Die letzten Gruppenspiele der Champions League liefen am Dienstagabend gerade mal eine halbe Stunde, da richteten sich die Blicke der Entscheidungsträger bei Borussia Dortmund zwangsläufig auf die Geschehnisse in der türkischen Millionenmetropole: Im Fernduell um den ersten Platz in der Gruppe D führte der FC Arsenal beim abgeschlagenen Letzten Galatasaray bereits zur Pause mit 3:0.

Von Relevanz war das wiederum, weil der Bundesligist im Falle von Punktgleichheit mit den Londonern das um sechs Tore bessere Torverhältnis aufwies, und am Ende herrschte auch Punktgleichheit: Gegen den RSC Anderlecht gelangen den Dortmundern zwar ein paar hübsche Offensivaktionen, grundsätzlich hatten sie aber Probleme mit dem Belgischen Meister. So stand es nach 90 Minuten 1:1 (1:0)-unentschieden. Trotz des späten Gegentores durch Aleksandar Mitrovic genügte dem BVB das Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 durch Ciro Immobile zum Gruppensieg – weil Arsenal seine Torfrequenz gegen Galatasaray nicht halten konnte und nur 4:1 gewann. Für Immobile war es bereits der vierte Treffer der laufenden Europapokal-Saison. "Wie die Jungs das gemacht haben, war das in Ordnung", sagte Klopp. "Das Gegentor hätte nicht sein müssen. Aber Am Ende haben die Kräfte gefehlt."

Ciro Immobile traf zum vierten Mal in der Champions League für den BVB

65.851 Zuschauer in der ausverkauften Dortmunder Arena sahen zunächst rein personell, was sie bereits am Freitag in der Bundesliga zu Gesicht bekommen hatten: nämlich Mitchell Langerak im Tor. Wie beim Sieg über Hoffenheim erhielt der 26-Jährige von Trainer Jürgen Klopp den Vorzug vor Roman Weidenfeller. Und Langerak konnte sich bereits nach elf Minuten mit einer Paraden gegen den allein auf ihn zustürmenden Mitrovic auszeichnen. Verzichten mussten die Dortmunder dagegen auf Mats Hummels: Der Innenverteidiger fiel kurzfristig mit einem Hexenschuss aus, für ihn rückte Matthias Ginter in die Startformation.

Die besten BVB-Chancen im ersten Durchgang besaß Shinji Kagawa, der jeweils mit Distanzschüssen am guten Anderlechter Schlussmann Silvio Proto scheiterte. Ciro Immobile und Henrich Mchitarjan vergaben ebenfalls aus recht aussichtsreicher Position. Nach der Pause rannten die Dortmunder dann noch ein bisschen wilder an – mit Erfolg. Nach einer Stunde setzte Nuri Sahin seinen Mitspieler Ciro Immobile in Szene, und der Italiener traf nach einer Körpertäuschung mit einem halbhohen Schuss in die rechte Ecke zum 1:0. Nach dem Führungstreffer waren die Dortmunder sichtlich darum bemüht, die Kontrolle über das Spiel zu bewahren und dem Gegner keine gefährlichen Szenen zu gestatten. Vielmehr besaßen die Dortmunder ihrerseits gute Gelegenheiten, den Vorsprung in der Schlussphase weiter auszubauen. Stattdessen kassierten sie das Gegentor zum 1:1. Oliver Kirch und Jakub Blaszczykowski gaben schließlich noch ihr Comeback nach monatelangen Verletzungen. (Tsp)

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