Uefa-Cup : 2:2 in St. Etienne: Werder Bremen steht im Viertelfinale

Werder Bremen hat souverän das Viertelfinale des Uefa-Cup-Wettbewerbs erreicht. Im Rückspiel bei AS St. Etienne kamen die Bremer zu einem 2:2. Doch ein Teil der Werder-Fans benahm sich gründlich daneben.

Michael Rossmann (dpa)
UEFA-Pokal - AS St. Etienne - Werder Bremen
Uefa-Pokal: Der Bremer Sebastian Prödl jubelt über sein Tor zum 1:0 für Werder. -Foto: dpa

St. EtienneAllen Turbulenzen im Umfeld zum Trotz sorgt Werder Bremen auf der internationalen Fußball-Bühne weiter für Furore, aber die eigenen Fans machen dem Club großen Kummer. Durch Kopfball-Tore von Sebastian Prödl (6.) und Claudio Pizarro (28.) erreichten die Hanseaten am Mittwoch ein 2:2 (2:0) bei AS St. Etienne und zogen eine Woche nach dem 1:0-Hinspielsieg im Weserstadion problemlos ins Viertelfinale des Uefa-Pokals ein. Vor 29.000 Zuschauern im Stade Geofroy-Guichard kassierten die nun seit sieben Pflichtspielen ungeschlagenen Bremer durch Schlampigkeiten Gegentore von Yohan Benalouane (64.) und Sebastien Grax (90.+2) und vergaben leichtfertig den möglichen Sieg. Bei der Auslosung am Freitag hofft Werder nun auf einen attraktiven Gegner. Die Runde der letzten Acht wird am 9. und 16. April ausgespielt.

Während die Mannschaft drei Tage nach dem 4:0 gegen Stuttgart ihren spielerischen Aufwärtstrend bestätigte, benahm sich ein kleiner Teil der rund 500 mitgereisten Bremer Anhänger gründlich daneben. Während des Spiels zündeten sie mehrfach bengalische Feuer und Leuchtraketen, so dass minutenlang dichte Rauchschwaden über das Spielfeld trieben. Werder droht nun wohl eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe durch die Europäische Fußball-Union. "Wir schämen uns für solche Aktionen, weil es einfach unsportlich ist und auch noch andere Menschen gefährdet", sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs und kündigte Stadionverbote für die Übeltäter an.

"Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein", hatte Thomas Schaaf angesichts des knappen Vorsprungs gefordert. Doch seine Mannschaft nahm ihrem Trainer frühzeitig alle Sorgen. Werder ging gegen einen zwar eifrigen, aber harmlosen Gegner hochkonzentriert zu Werke und ließ nach dem schnellen Tor keine Zweifel am Weiterkommen mehr aufkommen. Im Mittelfeld zog Diego wie gewohnt die Fäden und als Vollstrecker zeigte sich Pizarro völlig unbeeindruckt von den Vorwürfen gegen seine Person. Die Abwehr um Naldo und den nach auskurierter Grippe ins Team zurückgekehrten Per Mertesacker wurde vom Tabellen-18. der Ligue 1 nur selten gefordert.

Optimaler Beginn für Werder

Besser hätte die Begegnung für den Bundesliga-Zehnten kaum beginnen können. In der 6. Minute köpfte der völlig unbedrängte Österreicher Prödl den von Torsten Frings hereingegebenen ersten Bremer Eckball in die Maschen und erstickte damit den Schwung der stürmisch beginnenden Franzosen im Keim. Werder blieb das dominierende Team und wurde nach einer schönen Ballstafette mit dem zweiten Treffer belohnt. Über Peter Niemeyer kam der Ball zu Mesut Özil, der von der linken Seite präzise in die Mitte flankte. Dort war der frei stehende Pizarro mit einem spektakulären Flugkopfball erfolgreich. Gegen Markus Rosenberg (37.) und Naldos Freistoßknaller (45.) verhinderte AS-Keeper Jeremy Janot sogar das mögliche 0:3.

In der zweiten Hälfte ließ Werder den Gegner kommen und beschränkte sich auf Konter, war dabei aber dem dritten Treffer mehrfach sehr nahe. Mit seiner Fußabwehr gegen Pizarro (57.) verhinderte Janot weiteren Flurschaden für seine Mannschaft, die erst nach einer Unaufmerksamkeit der Werder-Abwehr durch Verteidiger Benalouane zum Anschlusstor kam. Auf der anderen Seite stand dem möglichen 3:1 für Werder durch Diego (71.) ein Abwehrbein auf der Torlinie im Weg.

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