UEFA-CUP : Favre freut sich: Er darf mit Hertha nach Irland

Lucien Favre ist noch nie in Irland gewesen, nicht privat und auch als Spieler oder Trainer nicht. Das wird sich bald ändern, vielleicht schon in der nächsten Woche. Gut möglich, dass der Trainer von Hertha BSC am Freitag nach Dublin fliegt, um sich das Ligaspiel von St. Patrick’s Athletic gegen Galway United anzusehen. Auf St. Patrick’s trifft der Berliner Fußball-Bundesligist in der ersten Runde des Uefa-Pokals. Am 18. September bestreitet Hertha das Heimspiel im Olympiastadion, zwei Wochen später müssen die Berliner im Richmond Park in Dublin antreten. Die Anstoßzeiten stehen noch nicht fest.

Die Iren waren so etwas wie Favres Wunschlos, nachdem er erfahren hatte, wer sonst noch als Gegner infrage käme. Unter anderem der FC Zürich, der Verein, von dem er im Sommer 2007 nach Berlin gekommen ist. „Keine Lust“ habe er auf ein Wiedersehen mit seinem früheren Klub. Dann lieber nach Irland, um einen weißen Fleck auf seiner persönlichen Landkarte zu tilgen. Zumal der Gegner sportlich wohl keine allzu große Bedrohung darstellt. „Das ist machbar für uns“, sagte Favre. Manager Dieter Hoeneß warnte allerdings vor der Idee, „dass dies mit links geht“.

St. Patrick’s Athletic war achtmal Irischer Meister, zuletzt im Jahr 2002. In der aktuellen Saison liegt der Klub nach 23 Spieltagen auf Platz zwei hinter Meister und Lokalrivale Bohemians. Der Abstand beträgt allerdings schon zehn Punkte. In der Uefa-Cup-Qualifikation hat sich Athletic gegen Olimps Riga und IF Elsborg, den derzeitigen Zweiten der schwedischen Liga, durchgesetzt. „Das ist eine Überraschung für mich“, sagte Lucien Favre. „Das heißt: St. Patrick’s ist nicht schlecht.“ Stefan Hermanns

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