Uefa-Cup : Geschwächte Bayern wollen Stärke zeigen

Vier deutsche Klubs spielen heute um das Erreichen der Gruppenphase im Uefa-Cup. Bayern München muss dabei auf Klose, Podolski und Kahn verzichten.

071004podolski_kahn
Prominente Ausfälle. Neben Klose sind auch Podolski und Kahn nicht einsatzbereit. -Foto: ddp

BerlinKarl-Heinz Rummenigge ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. "Alles lamentieren hilft doch nicht. Wir haben einen Kader mit 25 Spielern, da müssen jetzt eben andere zeigen, dass sie zu Recht bei unserem Klub spielen", erwiderte der Vorstandschef des FC Bayern allen Ängstlichen im Verein, die da meinen, die Münchner seien nach den Ausfällen von Oliver Kahn, Miroslav Klose und Lukas Podolski im Uefa-Cup-Rückspiel bei Belenenses Lissabon (heute, 20.30 Uhr, live im ZDF) stark vom Ausscheiden bedroht. Das Hinspiel haben die Bayern nur knapp 1:0 gewonnen.

Auch der Hamburger SV gegen Litex Lowetsch aus Bulgarien (18 Uhr, live im ZDF), der 1. FC Nürnberg bei Rapid Bukarest (16 Uhr, live im DSF) und Bayer Leverkusen bei Uniao Leiria in Portugal (22.15 Uhr, live im DSF) hoffen auf den Einzug in die Gruppenphase des Uefa-Cups und hohe Einnahmen aus dem europäischen Wettbewerb. Die Chancen stehen nicht schlecht: Der HSV hat schon in Lowetsch 1:0 gewonnen, Leverkusen reist mit einem 3:1-Hinspielsieg nach Portugal, schwer hingegen könnte es für die kriselnden Nürnberger werden, die im Hinspiel über ein 0:0 gegen Bukarest nicht hinauskamen.

"Wir wollen und werden zu Null spielen", verkündete selbstbewusst Michael Rensing, der Bayern-Torwart, vor dem Auftritt in Lissabon. Rensing wird nun ein paar Wochen lang Oliver Kahn vertreten, der in den USA am Ellenbogen operiert wurde. Im Angriff hatte Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld darauf spekuliert, Lukas Podolski als Ersatz für Miroslav Klose stürmen zu lassen. Klose hat eine Verletzung am Wadenbeinköpfchen erlitten und muss drei Wochen pausieren. Hitzfelds Plan geht aber nicht auf, weil sich auch Podolski mit einer Grippe krank meldete und auf die Reise nach Portugal verzichtete. Doch als Ausrede lässt Hitzfeld das Verletzungspech nicht gelten. "Wir müssen sehen, dass wir ein Tor machen. Dann müsste Lissabon schon drei Tore schießen, und das werden sie wohl nicht schaffen", sagt der Trainer.

Für den HSV besitzt der Uefa-Cup ungewöhnliche Zugkraft. Schon in den beiden Heimspielen der Qualifikation gegen Chisinau und Budapest kamen zusammengerechnet über 90 000 Zuschauer in die Hamburger Arena. Und obwohl der HSV vor zwei Wochen bei Litex Lowetsch bereits 1:0 gewonnen hat, konnte der Verein für das Rückspiel knapp 40 000 Eintrittskarten im Vorverkauf absetzen. Für die HSV-Profis geht es in dem Spiel auch darum, ihren Trainer wieder milder zu stimmen. Huub Stevens hatte seinen Spielern nach dem 2:2 gegen Nürnberg am vorigen Samstag in der Bundesliga wegen der verschlafenen Anfangsphase und dem späten Gegentreffer kräftig die Meinung gegeigt. (dpa/Tsp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar