Uefa-Cup : Hamburg siegt - und scheidet aus

Im Uefa-Cup-Rückspiel gegen Leverkusen kämpft Hamburg und siegt am Ende mit 3:2. Weil Bayer das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hat, ist der HSV trotzdem ausgeschieden.

Britta Körber[dpa]
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Freuen über die Niederlage: Die Leverkusener ziehen nach dem 2:3 in Hamburg ins Uefa-Cup-Viertelfinale ein. -Foto: dpa

HamburgBayer Leverkusen hat sich in einem Uefa-Pokal-Krimi ins Viertelfinale gezittert. Eine Woche nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel verlor der Bundesliga-Vierte beim Hamburger SV mit 2:3 und schaffte dank der Auswärtstor-Regel wie im Vorjahr den Einzug in die Runde der letzten Acht. In einer packenden Partie vor 38.083 Zuschauern im Hamburger Dauerregen trafen der frühere HSV-Stürmer Sergej Barbarez (18. Minute) und der wiedererstarkte Grieche Theofanis Gekas (55.) für Bayer. Trotz einer begeisternden Aufholjagd und der Tore durch den eingewechselten Piotr Trochowski (53.), Paolo Guerrero (64.) und Kapitän Rafael van der Vaart (80.) musste der HSV nach dem Aus im DFB-Pokal die nächste Titel-Hoffnung in dieser Saison begraben. Leverkusens Viertelfinal-Gegner für die Partien am 3. und 10. April wird an diesem Freitag in Nyon ausgelost.

Wegen der angespannten Personallage war HSV-Trainer Huub Stevens beim 200. Hamburger Auftritt auf europäischer Bühne zu einigen Umstellungen gezwungen. Im Vergleich zum torlosen Remis in Nürnberg rückten Miso Brecko, der nach seinen Eskapaden begnadigte Thimothee Atouba, Guy Demel und der 19 Jahre alte Belgier Vadis Odjidja-Ofoe in die Startformation. Vincent Kompany und Nigel de Jong fehlten wegen Gelb-Sperren, der Namibier Collin Benjamin wegen eines Todesfalls in seiner Heimat, Mohamed Zidan verletzt. Überraschend musste auch Nationalspieler Trochowski zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Obwohl sich die B-Elf anfangs unbeeindruckt von der umfassenden Rotation zeigte, fehlte dem HSV am Ende das nötige Quäntchen Glück. Die formstarken Leverkusener zeigten zunächst die reifere Spielanlage, mussten nach einem Leistungseinbruch in der zweiten Hälfte aber noch um das Weiterkommen zittern. In René Adler hatten sie einen überragenden Rückhalt zwischen den Pfosten. Der 23-Jährige vereitelte Großchancen von Paolo Guerrero (8.), Ivica Olic (35.) und Rafael van der Vaart (42.) reaktionsschnell.

"Wir hätten auch 2:0 führen können"

"Wir hatten durchaus die eine oder andere Hundertprozentige", sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdofer in der Pause. "Wir könnten heute 2:0 führen." Doch ausgerechnet Barbarez, der sechs Jahre lang das Trikot mit der Raute getragen hatte und vom Publikum mit freundlichem Applaus empfangen wurde, versetzte den Hamburger Hoffnungen früh einen Dämpfer. Nach einem scharf getretenen Freistoß von Tranquillo Barnetta staubte der 36-Jährige aus kurzer Distanz ab und ließ dabei HSV-Schlussmann Frank Rost keine Abwehrchance.

Wie sehr der Rückstand am Hamburger Nervenkostüm zehrte, zeigte sich wenig später bei einem nicht geahndeten Ellenbogencheck Guerreros gegen Arturo Vidal. Nach dem Wechsel sorgte der für Odjidja-Ofoe ins Spiel gekommene Trochowski mit seinem Tor aus der Distanz kurz für einen Hoffnungsschimmer, doch der Bundesliga-Torschützenkönig der Vorsaison Gekas stellte den alten Abstand wieder her. Auch van der Vaarts Treffer änderte nichts mehr am bitteren Scheitern der Hamburger.

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