Uefa-Cup : HSV bleibt gegen Urziceni alles schuldig

Der Hamburger SV hat es seinem hanseatischen Nachbarn Werder Bremen nachgemacht und im eigenen Stadion gegen einen internationalen Underdog kein Tor zustande gebracht. Der HSV blieb gegen Unirea Urziceni aus Rumänien alles schuldig und droht gegen das No-Name-Team aus Osteuropa überraschend auszuscheiden.

Nigel de Jong
Nigel de Jong (r.) macht im Zweikampf mit dem Rumänen Iulian Apostol eine gute Figur. Insgesamt enttäuscht der HSV aber. -dpa

HamburgDer Hamburger SV hat gegen die Europacup-Underdogs von Unirea Urziceni kein Erfolgsrezept gefunden und muss nach einer maßlos enttäuschenden Vorstellung um den Einzug in die Gruppenphase des Uefa-Pokals bangen. Der Bundesliga-Tabellenführer blieb beim 0:0 gegen den Überraschungs-Spitzenreiter der rumänischen Liga am Donnerstagabend vor 39.010 Zuschauern erstmals in dieser Saison ohne Treffer. Die Reise zum Rückspiel in die rumänische Provinz am 2. Oktober wird nun ein denkbar ungemütlicher Ausflug.

Neuzugang Alex Silva erstmals dabei

In der 17.000-Einwohner-Stadt rund 60 Kilometer nordöstlich von Bukarest ist für den HSV gegen den Europacup-Debütanten verlieren streng verboten. Nur ein Remis oder ein eigener Sieg bringt den fest eingeplanten Einzug in die nächste Runde. Trainer Martin Jol sah nach wenig überzeugenden Abwehrleistungen in der Bundesliga den Moment für eine Personalrotation in der Defensive gekommen und schickte Neuerwerbung Alex Silva erstmals auf's Feld. Der Brasilianer machte bei seinem Debüt aber noch keinen besonders sicheren Eindruck.

In der fünften Minuten sprang ihm im Strafraum der Ball an die Hand. Der türkische Schiedsrichter Firat Aydinus pfiff jedoch keinen Elfmeter. Die einzige Unirea-Chance des ersten Abschnitts resultierte aus einer Silva-Unsicherheit. Daniel Onofras Heber verfehlte aber das Tor (31.). Wenige Sekunden zuvor hatte der HSV Pech gehabt. David Jarolims Schuss war nach Ablage von Thiago Neves an den rechten Pfosten geflogen. Näher kamen die zu bedächtig agierenden Hausherren der Führung im ersten Abschnitt nicht.

Jansen bringt keinen Schwung

Gegen den sehr ballsicheren, aber doch harmlosen Gegner spielten die Hamburger zu selten über die Außenbahnen. Auch die Rückkehr von Nationalverteidiger Marcell Jansen auf der linken Seite für Timothee Atouba brachte nicht die erhoffte offensive Wirkung. Auch in der zweiten Halbzeit steigerte sich der HSV zunächst nicht entscheidend. Erneut ein Distanzsschuss von Jarolim (49.) war die gefährlichste HSV-Aktion. Die Gäste hatten ihrerseits durch Bogdan Mara (50.) und Onofra (51.) Möglichkeiten, die Sensation perfekt zu machen.

Jol brachte Jonathan Pitroipa für den wirkungslosen Thiago Neves und später den frisch gebackenen Vater Mladen Petric für Ivica Olic. Und der HSV legte offensiv nun zu. Petric (77.) bot sich die große Möglichkeit zum ersehnten Führungstor. Doch der Kroate scheiterte aus 18 Metern am Unirea-Torwart Giedrius Arlauskis. In der Schlussphase drängten die Hamburger endlich entschlossen auf das Tor des Gegners, doch Paolo Guerrero (88.) zog aus 14 Metern freistehend vorbei. (mbo/dpa)

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