Sport : UEFA-Cup: Kein Wunder, nur Verwunderung über starke Spanier

Ein Wunder sollte es werden - am Ende blieb nur Verwunderung: Der 1. FC Kaiserslautern verlor das Halbfinal-Rückspiel im Uefa-Cup gegen CD Alaves 1:4 (1:1) und war wie beim 1:5 im Hinspiel chancenlos. Im Finale gegen den FC Liverpool am 16. Mai im Dortmunder Westfalenstadion stehen die Spanier nun vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Wie vor zwei Wochen wurde der FCK auf der europäischen Fußball-Bühne von den Basken vorgeführt, die den Pfälzern erneut eine Lehrstunde in moderner Spielweise erteilten.

"Der Ausgleich war entscheidend. Die restlichen Tore haben dann nicht mehr weh getan, im Gegensatz zu denen in Spanien", sagte der Lauterer Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich nach der Niederlage allerdings gelassen. Anders als nach dem Hinspiel, als der FCK-Boss seine Spieler wütend kritisierte, war Friedrich nun lediglich enttäuscht über die verpasste Finalchance: "Es ist sehr schade für unsere Fans. In Dortmund wären sicher über 40 000 Rote dabei gewesen."

Auch Teammanager Andreas Brehme fuhr trotz der Heimpleite und 8:20 Toren aus den letzten fünf Pflichtspielen nicht aus der Haut. "Wir wollten das Spiel auf jeden Fall gewinnen, auch wenn es nicht zum Weiterkommen gereicht hätte. Dass wir dann am Ende vier Treffer erhalten haben, ist im Grunde egal. Nach dem Ausgleich war der Kopf leer", analysierte der Weltmeister von 1990. Auch für Ratinho, der noch den besten Eindruck bei den Pfälzern hinterließ, war der Ausgleich "eine kalte Dusche". "Den Einzug ins Finale haben wir aber schon im Hinspiel verpasst, da war schon so viel passiert", meinte der Brasilianer.

In der 92. Europacup-Partie der Lauterer lief zunächst alles nach Plan. Bereits in der siebten Minute markierte Youri Djorkaeff die Führung für den FCK, der vor 31 000 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion stürmisch begann. Die Aufholjagd wurde allerdings vorzeitig durch den Ausgleich von Ivan Alonso (23.) beendet. Anschließend resignierten die Lauterer und fingen sich noch drei Treffer durch Jurica Vucko (64. und 86.) und Raul Bermudez (88.) ein.

Für die Lauterer gilt es nun in der Bundesliga. "Wir wollen wieder ins internationale Geschäft. Das ist unser Traum. Aber wir müssen aufpassen, es kann noch nach oben und unten gehen", sagte Harry Koch. Der Manndecker kann seinem Team bei den anstehenden Aufgaben zunächst nicht helfen. Koch musste gegen Alaves mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden und fällt für die Partie beim SC Freiburg am Sonntag aus.

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