Uefa-Cup : Kießling schießt Bayer zum Sieg

Bayer Leverkusen hat sein Heimdebüt im Uefa-Cup gegen den FC Toulouse mit 1:0 gewonnen. Stefan Kießling brachte das Team von Trainer Skibbe in Front. Am Ende musste die Bayer-Elf jedoch kräftig zittern.

Andreas Schirmer
Leverkusen Uefa-Cup Foto: ddp
Der Matchwinner: Stefan Kießling lässt sich feiern. -Foto: ddp

LeverkusenDank Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen einen Start nach Maß in die Uefa-Cup-Gruppenphase erwischt und einen wichtigen Schritt Richtung K.o.-Runde geschafft. Der Torjäger erzielte beim 1:0 (1:0)-Heimerfolg des Fußball-Bundesligisten gegen den FC Toulouse in der 35. Minute den entscheidenden Treffer und verschaffte seinem Team nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg den erhofften Befreiungsschlag. Gegen den den Tabellenzehnten der französischen Ligue 1, der als stärkster der vier Gruppengegner der Bayer-Elf gilt, mussten die Hausherren vor 15 276 Zuschauern jedoch bis zum Schluss zittern.

"Dem Verlauf der zweiten Halbzeit nach war der Sieg sicherlich glücklich. Ich bin zufrieden, dass wir jetzt erstmal drei Punkte haben", sagte Trainer Michael Skibbe. Auch Torschütze Kießling war sichtlich erleichtert. "In letzter Zeit treffe ich einfach und heute hat das 1:0 gereicht", sagte er. Sein Trainer lobte vor allem die Einstellung der Bayer-Elf. "Wir haben kämpferisch total überzeugt. Hier wächst eine neue junge Mannschaft", schwärmte Skibbe.

Ballverluste im Spiel nach vorne

Der Coach hatte im Vergleich zum 2:2 gegen Borussia Dortmund fünf Tage zuvor nur eine Änderung in der Startelf vorgenommen. Abwehrspieler Lukas Sinkiewicz musste nach seinem Patzer gegen die Dortmunder Karim Haggui weichen. Die Gastgeber begannen bemüht, leisteten sich ohne die verletzt fehlenden Bernd Schneider, Pirmin Schwegler und Vratislav Gresko aber zunächst viele Fehler im Angriffsspiel. Das erste Achtungszeichen setzte Simon Rolfes, dessen Kopfball-Tor nach Freistoß von Tranquillo Barnetta jedoch wegen einer umstrittenen Abseits-Entscheidung die Anerkennung versagt blieb (6.).

Dann sorgte der bisher so zuverlässige Bayer-Schlussmann René Adler für eine Schrecksekunde, als ihm der Ball nach einem harmlosen Eckstoß durch die Hände glitt, er aber im letzten Moment noch klären konnte (18.). "Der war nicht hinter der Linie", versicherte Adler nach der Partie.

Kießling ungewohnt treffsicher

Die erlösende Führung für den Bundesliga-Siebten gelang dem erneut starken Kießling nach feinem Doppelpass mit Sergej Barbarez. Aus Nahdistanz lupfte der Torjäger den Ball über Gäste-Keeper Nicolas Douchez. Für den 23-Jährigen war es in dieser Saison bereits der vierte Treffer im dritten Uefa-Cup-Spiel. Kurz vor der Pause verhinderte nur die Latte bei Kießlings Kopfball nach Barnettas Ecke die Vorentscheidung (44.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Franzosen, denen im schwedischen Nationalspieler Johan Elmander (Adduktorenprobleme) ein Leistungsträger fehlte, mit Macht auf den Ausgleich und erspielten sich Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Masare traf freistehend den Ball nicht (56.), Fabinho scheiterte an Adler (58.) und Cettos Kopfball strich haarscharf am Pfosten vorbei (61.). Kurz darauf rettete Manuel Friedrich in höchster Not vor Masare (63.). Danach brachte Bayer den Sieg mit Mühe über die Zeit und geht so mit dem erhofften Rückenwind ins Bundesliga-Gastspiel beim krisengeplagten deutschen Meister VfB Stuttgart am Samstag. Auch dem zweiten Uefa-Cup-Gruppenspiel bei Spartak Moskau am 8. November kann das Skibbe-Team gelassen entgegensehen. (mit dpa)

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