Uefa-Cup : Pantelic verhindert Hertha-Fehlstart

Dank des "begnadigten" Marko Pantelic kann sich Hertha BSC Berlin über einen Punkt aus der Uefa-Cup-Gruppenphase freuen. Der Serbe wurde im Duell mit Benfica Lissabon zwar erst in der 66. Minute eingewechselt, glich aber sofort den 0:1-Rückstand aus der ersten Hälfte aus.

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Überflieger. Simunic und Torjäger Pantelic. -Foto: dpa

"Problemfall" Marko Pantelic hat Hertha BSC Berlin vor einem Fehlstart in die Uefa-Cup-Gruppenphase bewahrt. Ausgerechnet der zuletzt suspendierte serbische Torjäger, den Trainer Lucien Favre zunächst auf der Bank schmoren ließ, rettete dem Bundesligisten am Abend das 1:1 (0:0) gegen den portugiesischen Serienmeister Benfica Lissabon.

Die Gäste waren vor nur 26.144 Zuschauern im Olympiastadion durch Angel di María in Führung gegangen (51.). Pantelic, erst in der 66. Minute eingewechselt, traf nur acht Minuten später mit einem wunderschönen Schuss aus 15 Metern. Nach dem verdienten Remis geht das Uefa-Cup-Abenteuer für die Berliner in der Gruppe B am 6. November beim ukrainischen Vertreter Metallist Charkow weiter.

Keine Champions-League-Atmosphäre

"Endlich können wir uns wieder auf einer richtigen internationalen Bühne profilieren. Es ist eine große Chance, uns im TV einem großen Publikum zu präsentieren und etwas für unser Image zu tun", tönte Hertha-Manager Dieter Hoeneß, aber von der erhofften Champions-League-Atmosphäre beim Rendez-Vous mit dem 31maligen Meister Portugals war Berlin noch weit entfernt. Immerhin zeigten sich die treuesten Fans von der ersten Minute an um ein Stimmungshoch bemüht.

Benfica, bei 19 internationalen Auftritten in Deutschland ohne Sieg, sorgte in der 4. Minute für den ersten Aufreger. EM-Teilnehmer Nuno Gomes verpasste mit einem von Arne Friedrich abgefälschten Schuss nur um Zentimeter die Führung.

Pantelic missmutig auf der Bank

Danach beschränkten sich die Portugiesen mit zwei Defensivreihen auf eine Safety First-Taktik. Die Berliner benötigten knapp 20 Minuten, um sich auf Benficas Abwehrpolitik einzustellen. Andrej Woronin, der nach einer Muskelverhärtung im Oberschenkel und einem Nasenbeinbruch erstmals ohne Maske spielte, gab dann mit zwei halben Gelegenheiten das Zeichen für mehr für etwas Mut in der Offensive (18./28.). Sein etatmäßiger Angriffspartner, Marko Pantelic, bekam von Trainer Lucien Favre unterdessen einen weiteren Denkzettel und sass zunächst nur missmutig auf der Bank.

Ähnlich wie zuletzt beim 2:1 in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart fehlte bei den engagierten Hertha-Profis die letzte Passgenauigkeit in die Spitze. Nicu und Cicero waren um spielerische Phantasie bemüht, aber zu oft gings in die Breite. Nach einem Klasse-Pass von Cicero vergab Woronin in der 37. Minute die beste Chance der Gastgeber und scheiterte aus kurzer Distanz am portugisischen Nationaltorhüter Quim.

Serbe mischt sofort das Spiel auf

Unmittelbar nach der Halbzeit wurden die Gastgeber doppelt kalt erwischt. Nach einem misslungenen Angriff fingen sich die Berliner einen Konter. Der 20 Jahre junge argentinische Olympiasieger di María versetzte den schwachen Marc Stein verwertete ein Gomes-Zuspiel zum 1:0 (51.). 60 Sekunden später musste auch noch der angeschlagene Kapitän Friedrich runter. Für ihn kam Kaka, aber die Zuschauer forderten lautstark Pantelic. In der 66. Minute wurde ihr Flehen erhört. Das "Enfant Terrible" kam, wirbelte und traf zum überfälligen 1:1 (74.). 180 Sekunden später hätte Woronin den Sieg für die nach der Pause verbesserten Berliner klar machen müssen.

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