UEFA-Cup-Qualifikation : HSV nach schwachem Spiel nur 0:0

Ohne Regisseur Rafael van der Vaart kam der Hamburger SV im Hinspiel der zweiten Runde der Uefa-Cup-Qualifikation zu einem Remis gegen Honved Budapest. Die Aussichten sind gut, doch im Rückspiel muss der HSV sich deutlich steigern.

Castelen
Auch Neuzugang Romeo Castelen konnte nicht für Durchschlagskraft in der HSV-Offensive sorgen. -Foto: dpa

BudapestAuch ohne "Rebell" Rafael van der Vaart hat der Hamburger SV das Tor zur Uefa-Cup-Hauptrunde weit aufgestoßen. Obwohl der offiziell unter einem Hexenschuss leidende Kapitän an allen Ecken und Enden fehlte, kam der Bundesliga-Fünfte im Hinspiel der zweiten Qualifikations-Runde bei Honved Budapest zu einem 0:0. Trotz der ausgesprochen schwachen Vorstellung und des gefährlichen Ergebnisses, haben die Hanseaten in zwei Wochen im Rückspiel in Hamburg gute Chancen, den lukrativen internationalen Wettbewerb mit einem Sieg zu erreichen. Der ist allerdings nötig, denn schon bei einem Honved-Tor würde ein Unentschieden das Aus bedeuten.

Wie wichtig Regisseur van der Vaart für den HSV ist, zeigte die Partie vor nur 7000 Zuschauern im Ferenc-Szusza-Stadion gnadenlos auf. Erschreckend harmlos und ideenlos agierten die Hamburger, zumal auch der bislang einzige Bundesliga-Torschütze Collin Benjamin nicht spielen konnte. Der 29-Jährige aus Namibia leidet an einer Knochenabsplitterung im rechten Knie. Überdies musste Trainer Huub Stevens seinen niederländischen Landsmann Joris Mathijsen ersetzen, der wegen der Geburt seines Jungen daheim geblieben war.

Fehlpässe, wenig Bewegung im Spiel und keinen Kopf im Mittelfeld prägten das schwache Auftreten der Hamburger. Gegen die teilweise mit Mann und Maus verteidigenden Ungarn war der Bundesligist ratlos. Piotr Trochowski, der als Vertreter van der Vaarts überfordert war, versuchte es in der 18. Minute, doch er blieb ebenso erfolglos wie Vincent Kompany oder auch David Jarolim. Der Tscheche machte mit seinem Weitschuss die ganze Ratlosigkeit des Stevens-Teams deutlich.

Auch Honved, das auf Kapitän Attila Dobos (Bänderriss im Knie) verzichten musste, mühte sich in dem langweiligen Spiel vergeblich. Allerdings starteten die Budapester nach der Pause mit mehr Schwung und hätten durch Torjäger Abraham Guie Gneki (47.) sowie Hercegfalvi (52.) eigentlich in Führung gehen müssen. Doch der HSV hatte Glück. Das brauchte er auch, obwohl Stevens alles versuchte und für Mohamed Zidan "Joker" Paolo Guerrero brachte. Am Ende blieb es aber beim torlosen Unentschieden. (mit dpa)

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