Uefa-Cup : Schalke ohne Probleme auf Zypern

Schalke 04 hat sich nach dem Aus in der Champions League nicht beirren lassen und wenigstens Kurs auf die Uefa-Cup-Gruppenphase genommen. Der Gegner Apoel Nikosia stellte den deutschen Gast allerdings auch nicht vor allzu große Probleme.

Rafinha Foto: dpa
Schalkes Rafinha (l.) wird von Nikosias Konstantinos Charalampidis gestellt. -Foto: dpa

Von Ulli Brünger, dpaMit bislang kaum gekannter Effektivität hat der FC Schalke 04 den Charaktertest auf Zypern bestanden und kann bereits für die Gruppenphase im Uefa-Cup planen. Die Königsblauen trotzten ihrem Champions-League-Trauma und setzten sich am Dienstag mit 4:1 (3:0) bei Apoel Nikosia durch. Der Einzug in die Hauptrunde des Europapokals ist für den Fußball-Bundesligisten nach den Toren von Heiko Westermann (24. Minute), Ivan Rakitic (35.), Vicente Sanchez (40.) und Halil Altintop (87.) im Heimspiel am 2. Oktober nur noch Formsache. Auch der Gegentreffer von Nenad Mirosavljevic (72.) konnte die hervorragende Ausgangslage nur geringfügig schmälern.

Kein Madonna-Effekt auf Zypern

Vor 6500 Zuschauern dominierte Schalke die Partie im GSP-Stadion vor den Toren der zyprischen Hauptstadt besonders im ersten Abschnitt und ließen keinen Zweifel aufkommen, dass nach dem Ausscheiden in der Champions-League-Qualifikation das Trostpflaster Uefa-Cup her soll. Noch am Vorabend hatte auf dem Rasen ein griechischer Popstar ein Konzert gegeben - der befürchtete Madonna-Effekt von Frankfurt blieb aber aus. Das Geläuf war trotz einiger brauner Flecken bespielbar.

Bei angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen bestimmte Königsblau das Geschehen gegen die vornehmlich defensiv agierenden Zyprioten. Ausgerechnet als die Hausherren mehr wagen wollten, schlug Schalke konsequent zu. Westermann bewies seine momentanen Offensivqualitäten und erzielte per Distanzschuss seinen ersten Europapokaltreffer. Rakitic und Sanchez legten mit ihren Toren gleich nach. Schon zur Halbzeit hatte sich Schalke durch unglaublich gute Chancenverwertung selbst belohnt. Doch sollten sich die Überheblichkeitssymptome vom Samstag beim 3:3 im Revierderby in Dortmund etwa wiederholen?

Schalke ohne Glanz

Ohne Glanz spulte Schalke sein Programm nun ab. Erste Schrecksekunde war der Schuss an die Querlatte von Joost Broers (67.). Wenig später traf Mirosavljevic für Nikosia. Ein Distanzschuss von Nuno Morais (85.) strich knapp am Tor vorbei - doch dann vertrieb Altintop mit seinem Treffer alle aufkommenden Sorgen. Trainer Fred Rutten hatte vor dem Spiel ein kniffliges Personal-Puzzle lösen müssen. Kurzfristig fiel Kevin Kuranyi wegen einer Oberschenkelblessur noch aus. Als Überbleibsel aus der Pleite in der Champions-League-Qualifikation bei Atletico Madrid fehlten ohnehin die gesperrten Christian Pander, Fabian Ernst und Jermaine Jones.

Alternativen waren gefragt und Rutten fand sie in Rakitic, der mit dem von seiner Knieblessur genesenen Orlando Engelaar und Westermann das Mittelfeld bildete. Im Tor feierte Ralf Fährmann als Ersatz für Manuel Neuer ein gelungenes internationales Debüt.

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