Uefa-Cup : Schwere Aufgaben für Leverkusen und Frankfurt

Auf die Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt warten in der Gruppenphase des Uefa-Cup-Wettbewerbs schwere, aber durchaus reizvolle Aufgaben. Das ergab die Auslosung im französischen Nyon.

Nyon - Bayer trifft in der Gruppe B auf den FC Brügge, Besiktas Istanbul, Dynamo Bukarest und Tottenham Hotspur. Frankfurt wurde in die schwere Gruppe H gelost. Dort treffen die Hessen auf Newcastle United, Celta Vigo, US Palermo und Fenerbahce Istanbul. Die Gruppenphase läuft vom 19. Oktober bis 14. Dezember.

Brisanz bergen dabei die deutsch-türkischen und traditionell die deutsch-englischen Vergleiche. Bei Tottenham dürfte vor allem Dimitar Berbatov gegen seine ehemaligen Kollegen von Bayer 04 Leverkusen hochmotiviert sein. Von den beiden am Bosporus beheimateten türkischen Vertretern ist Frankfurts Gegner Fenerbahce Istanbul stärker einzuschätzen. Der ehemals von Christoph Daum trainierte Verein hatte in der vergangenen Spielzeit den Meistertitel erst am letzten Spieltag verspielt und ist mit namhaften Fußballern gespickt. In der Qualifikation zur Champions League scheiterte man allerdings an Dynamo Kiew (1:3, 2:2).

Frankfurt nur Außenseiter

Doch auch die weiteren Gruppengegner der Hessen haben es in sich. Die Sizilianer vom US Palermo bilden eine kampfstarke, kompakte Mannschaft, die derzeit den zweiten Rang in der Serie A belegt. Celta Vigo und Newcastle sind national hingegen nur mäßig aus den Startlöchern gekommen, gelten gegen Frankfurt aufgrund der stärkeren Kader aber dennoch als Favoriten.

Trotz der Schwere der Aufgaben war das Echo bei der Eintracht überaus positiv. "Das ist eine wahnsinnig tolle Gruppe. Wir freuen uns auf diese super Spiele, können viel lernen. Wir werden versuchen, den ein oder anderen Großen zu ärgern", sagte Trainer Friedhelm Funkel. Torhüter Markus Pröll bezeichnete die Gruppe, in der man selbst der "Underdog" sei, als "schwer, aber überaus interessant".

"Eine Hammer-Gruppe"

Stürmer Michael Thurk nannte sie eine "Hammer-Gruppe", in der jede einzelne Begegnung zu einem Fußballfest werde. "Eine klare Außenseiterchance" sieht Vorstandschef Heribert Bruchhagen für die Hessen. Insgesamt zeigte er sich hochzufrieden, weil man überwiegend geographisch gut zu erreichende und renommierte Gegner zugelost bekommen habe.

In der Gruppe B ist die Leistungsstärke der Gegner schwer einzuschätzen. Die Rumänen aus Bukarest schlossen die abgelaufene Spielzeit zwar nur auf dem dritten Platz ab, dominieren derzeit national aber deutlich und sind mit zehn Siegen in Serie in die neue Spielzeit gestartet. Wichtig wäre für Bayer ein Erfolg gegen Bukarest auch aufgrund der Uefa-Fünf-Jahres-Wertung. Traditionell kampfstark ist der FC Brügge aus Belgien.

In der Gruppenphase spielen 40 Teams in acht Fünfergruppen um die ersten beiden Plätze, die die Qualifikation für die finanziell lukrativere Zwischenrunde im Februar 2007 bedeuten. Dabei treffen die Gegner in den Gruppen A bis H nicht in Hin- und Rückspiel aufeinander, sondern treten je zweimal zu Hause und auswärts an. (tso/ddp)

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