Uefa-Cup : Werder baut gegen Udinese auf Mesut Özil

Ist Diego nun dabei oder nicht? Das Bangen um den vermeintlich unverzichtbaren Spielmacher überlagert die nächste Dienstreise des Bundesligisten Werder Bremen.

Frank Hellmann

Das 42. Pflichtspiel dieser Spielzeit stellt heute das Uefa-Cup-Viertelfinale bei Udinese Calcio dar. Immerhin: Der Brasilianer war mit nach Triest geflogen, von wo es weiter per Bus ins nordostitalienische Udine ging. Dort wollen die Hanseaten ihren 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen.

Für diesen Erfolg hatte maßgeblich ein überragender Diego gesorgt. Dummerweise sind die muskulären Beschwerden des 24-Jährigen seit der vergangenen Woche immer noch nicht abgeklungen. Doch es ist falsch, dass bei Werder ohne die Nummer zehn Diego gar nichts geht. Schließlich spielt an dessen Seite ein Mesut Özil nicht minder stark auf. Der 20-Jährige hat nicht nur Diegos Doppelpack gegen Udine vorbereitet, sondern über alle Wettbewerbe schon 17 Assists zu Buche stehen. Und als Diego im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Inter Mailand (2:1) fehlte, war Özil der entscheidende Taktgeber – und zweifacher Torvorbereiter. Während sich zu viele Bremer Profis in dieser Saison rückwärts entwickelt haben, hat Özil gleich zwei Schritte vorwärts gemacht.

„Eine sehr erfreuliche Entwicklung“, sagt Sportchef Klaus Allofs, der sich längst nicht mehr für die im Januar 2008 getätigte Verpflichtung rechtfertigen muss. Der U-21-Nationalspieler, damals in Schalke als Raffzahn und Schnösel gebrandmarkt, kostete stolze fünf Millionen Euro – eine Investition, die sich doppelt und dreifach verzinst hat.

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