Uefa-Cup : Werder nimmt Kurs aufs Achtelfinale

Werder Bremen hat den Grundstein für das Erreichen des Achtelfinales im Uefa-Cup gelegt. Beim Sieg über die Portugiesen aus Braga sorgte Torhüter Tim Wiese für die Glanzlichter des Abends.

Michael Rossmann[dpa]
Tim Wiese
Tim Wiese hält Elfmeter von Bragas Jorginho. -Foto: dpa

BremenElfmeter-"Killer" Tim Wiese hat Werder Bremen im Uefa-Pokal auf Achtelfinal-Kurs gebracht. Dank der Paraden seines Torhüters, der zwei Strafstöße von Roland Linz (10.) und Jorginho (36.) meisterte, gewann der Champions-League-Absteiger am Mittwoch gegen den SC Braga mit 3:0 (2:0) und schuf sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in Portugal am Donnerstag kommender Woche.

Werder gibt Gas

Naldo (4.), Daniel Jensen (27.) und Hugo Almeida (90.+4/Handelfmeter) stellten vor 25.690 Zuschauern im Weserstadion den ersten Pflichtspielsieg des Jahres für den Tabellen-Zweiten der Fußball-Bundesliga sicher, der im Vorjahr bis ins Halbfinale des Uefa-Cups vorgestoßen war. "Wir sind hungrig auf Erfolge. Mit dieser Einstellung gehen wir heute rein", hatte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs seiner zuletzt dreimal sieglosen Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Und die Bremer gaben von Anfang an richtig Gas.

In der 4. Minute nahm Naldo bei einem Freistoß aus gut 30 Metern Maß und zirkelte den Ball zur Überraschung von Torhüter Paulo Santos genau in die lange Ecke. Damit war der Weg für das Team von Thomas Schaaf geebnet, der bei der Aufstellung für Überraschungen gesorgt hatte. So stürmte nicht der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Boubacar Sanogo an der Seite von Hugo Almeida, sondern wieder der zuletzt formschwache Markus Rosenberg.

Debüt von Fritz

Als Außenverteidiger gab der in der Winterpause an der Leiste operierte Clemens Fritz sein Debüt in diesem Jahr. Und der Nationalspieler sorgte in der 10. Minute für Werders erste Schrecksekunde, als er gegen Linz das Bein stehen ließ. Doch Wiese parierte den Schuss des gefoulten Österreichers souverän. Erst am Sonntag hatte sich der 26-Jährige beim 1:1 in München gegen Luca Toni als Elfmeter-"Killer" bewährt.

Per Mertesacker (16.) per Kopf an den Pfosten und Rosenberg (17.) vergaben das längst fällige 2:0, das schließlich Jensen besorgte. Der Däne schloss eine Ballstafette über Almeida und Fritz gekonnt ab. Dass die Gastgeber die erste Halbzeit trotz gelegentlicher Abwehrschwächen gegen die munter drauflos stürmenden Portugiesen, die in der Gruppenphase Bayern München ein 1:1 abgetrotzt hatten, ohne Gegentor überstanden, hatten sie wiederum Wiese zu verdanken.

Wiese hält auch gegen Jorginho

Denn der Keeper parierte auch den Elfmeter von Jorginho, nachdem der griechische Schiedsrichter Georgios Kasnaferis wegen einer angeblichen Behinderung von Wiese gegen Matheus erneut auf den Punkt gezeigt hatte.

Werder-Spielmacher Diego stand lange Zeit im Schatten von Aaron Hunt, der mehr Impulse für die Offensive lieferte und in der 48. Minute mustergültig auf Almeida flankte. Doch der Portugiese köpfte aus wenigen Metern am Tor vorbei. Gegen einen allmählich erlahmenden Gegner taten die Bremer in der letzten halben Stunde nicht mehr als nötig. Die bemerkenswerteste Szene: Nationalspieler Tim Borowski wurde bei seiner Einwechslung für Hunt (60.) mit Pfiffen empfangen.

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