Uefa-Pokal : Bremen steht im Achtelfinale

Bremen komplettiert mit einem glanzlosen Pflichtsieg die starke Bundesliga-Armada im Achtelfinale des Uefa-Pokals. Werder verwaltet das Hinspielergebnis, doch es reicht trotzdem zum Sieg gegen Braga.

Michael Rossmann[dpa]
Werder
Die Bremer konnten nur selten spielerische Akzente setzen. -Foto: dpa

Braga Als vierter deutscher Fußball-Club zog das Team von Trainer Thomas Schaaf in der Nacht zum Freitag durch das 1:0 (0:0) beim SC Braga in die Runde der letzten 16 ein und trifft dort auf die Glasgow Rangers. Der eingewechselte Angreifer Ivan Klasnic (78. Minute) sorgte eine Woche nach dem 3:0 im Hinspiel für den Siegtreffer. Zuvor hatten bereits Bayer Leverkusen, der Hamburger SV und der FC Bayern München die Runde der letzten 16 erreicht, während der 1. FC Nürnberg das Aus hinnehmen musste.

"Ich glaube, dass wir uns ein bisschen schwergetan haben, aber im Endeffekt wollten wir einfach eine Runde weiterkommen", sagte Torschütze Klasnic. Vor der spärlichen Kulisse von nur 5706 Zuschauern verwalteten die Bremer den 3:0-Hinspielsieg sicher und dürfen nun am 6. März zum schottischen Rekordmeister reisen, ehe eine Woche später das Rückspiel steigt. "Wir freuen uns auf den nächsten Gegner. Wir hoffen, dass wir dort gute Spiele zeigen", sagte Schaaf. Klasnic meinte: "Das wird bestimmt ein hartes Spiel."

Özil lässt sein Talent aufblitzen

Durch den Ausfall von Regisseur Diego, der an einer Schambeinentzündung laboriert, und Aaron Hunt (Leistenbeschwerden) musste Schaaf seine Mittelfeld-Raute umbauen. Daher verhalf der Werder-Coach Winter-Neuzugang Mesut Özil zu seinem Startelf-Debüt. Und der U21-Nationalspieler deutete mit zwei schönen Steilpässen auf Hugo Almeida an, warum Werder knapp fünf Millionen Euro für ihn bezahlt hat. Özil fehlte aber das Durchsetzungsvermögen, um der Partie seinen Stempel aufzudrücken, und wurde nach knapp einer Stunde durch Jurica Vranjes ersetzt.

In der Anfangsphase lief bei den Bremern trotz des beruhigenden Drei-Tore-Polsters wenig zusammen. Der Bundesliga-Zweite agierte in den ersten 20 Minuten zu passiv und verhalten, so dass sich die Hausherren im Mittelfeld ein Übergewicht erspielten. Bereits in der zweiten Minute sorgte Paulo Jorge mit einem Kopfball für Gefahr. Wenig später hatte Bremens Keeper Tim Wiese Glück, dass der Brasilianer Wender (13./19.) nur den Außenpfosten traf und per Kopf das Ziel knapp verfehlte.

Klubchef Born sauer

Es blieb Özil (21.) vorbehalten, mit dem ersten Bremer Torschuss für den "Hallo-Wach-Effekt" zu sorgen. Anschließend kam die Schaaf- Elf besser in die Partie und kontrollierte das Geschehen. Folgerichtig kamen die Hanseaten durch Almeida zur ersten guten Chance, doch der Portugiese traf gegen seine Landsleute aus knapp 30 Metern nur die Unterkante der Latte. "Wir könnten auch 2:0 hintenliegen", kritisierte Bremens Klubchef Jürgen L. Born in der Pause.

Im zweiten Abschnitt plätscherte die Partie lange vor sich hin, Chancen blieben bis auf einen Distanzschuss des bemühten Almeida (56.) zunächst Mangelware. Doch 39 Stunden vor der Liga-Partie bei Eintracht Frankfurt war Bremen nun das klar bessere Team und geriet nie ernsthaft in Gefahr. Als alles schon auf ein Remis hinauszulaufen schien, spielte der starke Daniel Jensen mit einem Traumpass Klasnic frei, der Bragas Keeper Pawel Kieszek keine Chance ließ und sicher zum Bremer Sieg einschob. (ae/dpa)

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