Uefa-Pokal : Deutsche Teams erfolgreich - nur der BVB nicht

Der FC Schalke 04, VfB Stuttgart, Hamburger SV und VfL Wolfsburg sind Hertha BSC in die Gruppenphase des Uefa-Pokals gefolgt. Nur Borussia Dortmund ist an der ersten Hürde ganz knapp gescheitert.

Mario Gomez Foto: dpa
Rettung in letzter Minute. Mario Gomez schießt den VfB Stuttgart in der Nachspielzeit in die Gruppenphase. -Foto: dpa

HamburgTrotz einer couragierten Vorstellung gegen Udinese Calcio konnte der BVB am Donnerstagabend die 0:2-Schlappe vom Hinspiel nicht wettmachen. Die Tore von Tamas Hajnal unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff und in der Nachspielzeit retteten die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp zwar mit 2:0 (1:0) in die Verlängerung, der Serie-A-Klub setzte sich dann aber im dramatischen Elfmeterschießen knapp mit 4:3 durch.

Dagegen kamen die Schalker trotz eines peinlichen 1:1 gegen Apoel Nikosia ebenso eine Runde weiter wie der VfB, der durch Mario Gomez' Tor in letzter Minute zu einem 2:2 gegen Cherno More Warna kam. Der HSV gewann in Rumänien bei Unirea Urziceni mit 2:0. Wolfsburg genügte ein 1:1 bei Rapid Bukarest, um die erste Runde zu überstehen. Bereits am Dienstag hatten die Berliner durch ein torloses Remis beim irischen Vertreter St. Patricks Athletic in Dublin als erster Fußball-Bundesligist die Gruppenphase erreicht.

Fast blamiert, und dennoch eine Runde weiter lautete die Devise für Schalke 04 im Duell mit Apoel Nikosia. Unter gellenden Pfiffen von mehr als 50.000 Zuschauern in der Gelsenkirchener Veltins Arena liefen die Königsblauen lange Zeit ideenlos und vergeblich dem Führungstor der Zyprer durch Helio Pinto (6.) hinterher. Mit einem spektakulären Freistoßtor bewahrte Christian Pander (57.) die Knappen vor einer noch größeren Peinlichkeit. "Es war kein schönes Spiel für die Fans", gab Trainer Fred Rutten zu.

Gomez rettete Stuttgart vor der Blamage

Der VfB Stuttgart durfte sich bei seinem Torjäger Gomez bedanken, dass ihm eine Extraschicht gegen die Bulgaren aus Warna erspart blieb. Nach dem Anschlusstreffer durch Thomas Hitzlsperger (82.) glich der Nationalstürmer, der bereits beim Hinspiel in Sofia doppelt getroffen hatte, kurz vor dem Ende zum 2:2 aus. Jordan Jurukow (47.) und Georgi Russew (79.) hatten die im Hinspiel 1:2 unterlegenen Bulgaren kurzzeitig vom Sprung in die nächste Runde träumen lassen.

Erfolgreich gestalteten der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg ihre Rumänien-Trips. Durch zwei Treffer von Mladen Petric (27./50.) beseitigte Bundesliga-Tabellenführer HSV die letzten Zweifel am Weiterkommen gegen den Provinzklub Unirea Urziceni, der den Hanseaten beim 0:0 im Hinspiel einiges Kopfzerbrechen bereitet hatte. Mit seinem sechsten Tor im neunten Pflichtspiel unterstrich der Ex-Dortmunder Petric einmal mehr seinen Wert für die Hamburger.

Beim Europapokal-Comeback nach neunjähriger Pause stellte der in der Bundesliga gesperrte Grafite mit seinem in der 16. Minute erzielten Treffer die Weichen für Wolfsburg. Schon beim 1:0 im Hinspiel gegen Bukarest hatte der Brasilianer das Wolfsburger Tor erzielt. Den Ausgleichstreffer erzielte Vasile Maftei (70.), doch er kam viel zu spät für Rapid. "Ich bin froh und glücklich, dass wir die Gruppenphase erreicht haben. Wir haben das hier sehr gut gemacht", lobte VfL-Trainer Felix Magath. "Wir haben das Spiel bestimmt und hätten eigentlich gewinnen müssen", sagte Zvjezdan Misimovic. (sg/dpa)

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