Uefa-Pokal : HSV besiegt den Holland-Fluch

Werder und Wolfsburg sind nicht zufrieden mit den erzielten Ergebnissen in ihren jüngsten Uefa-Pokal-Spielen. Dafür strahlt der Hamburger Sportverein um so mehr.

Olic
Olic vom HSV setzt sich gegen die Niederländer durch. -Foto: dpa

Werder Bremen darf dank Diego vom Coup bei Bankdrücker Beckham & Co träumen, für den Nord-Rivalen HSV ist der Einzug in die nächste Runde des Uefa-Pokals nur noch eine Formsache - dagegen müssen der VfB Stuttgart und der VfL Wolfsburg um das Erreichen des Achtelfinales bangen. Werder gelang sechs Minuten vor dem Ende der Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen den AC Mailand, bei dem Superstar David Beckham erst kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Der Hamburger SV verschaffte sich mit dem 3:0 beim NEC Nijmegen eine glänzende Ausgangsposition. Durch zwei späte Gegentore nach Torwartfehlern büßte Wolfsburg mit dem 0:2 bei Paris St. Germain seine Chancen deutlich ein. Stuttgart verlor bei Titelverteidiger Zenit St. Petersburg etwas knapper mit 1:2. Die Rückspiele finden allesamt am kommenden Donnerstag statt.

Gegen die Mailänder Millionen-Truppe ließ bei Werder vor allem die Chancenauswertung zu wünschen übrig. Der AC zeigte nach einem vielversprechenden Werder-Start die reifere Spielanlage und erzielte nach einer guten halben Stunde das 1:0. Torschütze: Filippo Inzaghi. Voraus war seinem 66. Europapokaltreffer ein katastrophaler Fehlpass von Nationalspieler Clemens Fritz gegangen. Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Bremer redlich um das 1:1 - und Diego gelang schließlich der verdiente Treffer.

Das Klassenziel mit Auszeichnung erreichte der Hamburger SV. Und nicht nur das: Die Hanseaten besiegten auch ihren "Holland-Fluch". Für den HSV war es der erste Sieg in den Niederlanden seit dem 30. September 1981 (6:3 bei FC Utrecht). Nationalspieler Piotr Trochowski (41.) und Alex Silva (45.) sorgten binnen vier Minuten vor der Pause für die ersten beiden HSV-Treffer. Der holländische HSV-Coach Martin Jol setzte in der Partie auf sein kroatisches Traum-Sturmduo Ivica Olic/Mladen Petric, die bis dato alle neun Tore der Hamburger im laufenden Uefa-Pokalwettbewerb erzielt hatten. Und zumindest Olic traf auch gegen Nijmegen - auf Vorlage von Petric.

Beim VfB Stuttgart war wieder einmal Verlass auf Goalgetter Mario Gomez. Nach der Blitzführung im Eisschrank Petrowski-Stadion nach nur 97 Sekunden durch den Ex-Hannoveraner Szabolcs Huszti glich der Nationalstürmer nach einer Viertelstunde aus. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf der künftige Bayern-Star Anatoli Timoschtschuk dann aber zum Siegtor (45.+3) für die Hausherren. "Es liegt nur an uns. Wir müssen versuchen, mit unseren Fans im Rücken diesen Vorsprung wettzumachen", meinte VfB-Teamchef Markus Babbel. Glück für ihn und seine Mannschaft: Im Rückspiel muss St. Petersburg auf Kapitän und Torschütze Timoschtschuk verzichten, er ist gelbgesperrt.

Beim Rendez-Vous in Paris sah es lange so aus, als hielten sich die "Wölfe" auch im siebten Uefa-Cup-Spiel in dieser Saison schadlos. Doch im Beisein von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy erzielte Guillaume Hoarau (80./86.) beide Treffer für St. Germain, bei dem Trainer Paul Le Guen auf Stars wie claude Makelele und Ludovic Giuly verzichtet hatte. Bei den Toren gab Diego Benaglio im Wolfsburger Tor keine gute Figur ab. (dpa)

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