Sport : UI-Cup: Zwei Sieger im Verlierer-Pokal

Der VfL Wolfsburg und TSV 1860 München bleiben im Rennen um einen Platz im Uefa-Cup-Wettbewerb. Dagegen ist der SV Werder in der 3. Runde des UI-Cups ausgeschieden. Wolfsburg und 1860 München erreichten durch ein 0:0 bei Dinamo Minsk (Hinspiel 4:3) und ein 3:1 gegen RKC Waalwijk (2:1) das Halbfinale. Die Bremer siegten zwar bei KAA Gent 1:0, doch nach dem 2:3 im Vorspiel reichte dieser Erfolg nicht. Die Hanseaten mussten ihre internationalen Ambitionen vorzeitig beenden und können sich ganz auf die Bundesliga konzentrieren.

Im Halbfinale warten am Mittwoch schwere Gegner auf die beiden deutschen Teams. Die Wolfsburger reisen nach Frankreich zu Troyes Aube, die Münchner messen sich im Olympiastadion mit Newcastle United. Sollten sich die beiden Bundesligisten für die Finalrunde qualifizieren, treffen sie direkt aufeinander. Somit steht fest, dass nach Hertha BSC, Freiburg und Union Berlin nur noch eine andere deutsche Mannschaft den Uefa-Cup erreichen kann.

Sichtlich erleichtert flog die Mannschaft des VfL Wolfsburg in einer Chartermaschine unmittelbar nach dem 0:0 bei Dinamo Minsk in die Heimat. "Mir hat einiges bei meiner Mannschaft gefallen. Die Defensivleistung war in Ordnung. Ich habe Vertrauen in unsere Taktik mit der Viererkette bekommen", sagte Trainer Wolfgang Wolf. "Der nächste Gegner ist reizvoll. Das Geld kommt ohnehin erst in der Hauptrunde", sagte VfL-Manager Peter Pander. Unschön war die Gelb-Rote Karte für Dietmar Kühbauer. Er fällt für das Spiel in Troyes aus.

"Ich bin erstaunt, dass die Mannschaft trotz des Trainingslagers so guten Fußball gezeigt hat. Ich habe gedacht, die Spieler sind ein bisschen müder", sagte 1860-Coach Werner Lorant und wunderte über das flotte Spiel seines Teams vor 3500 Zuschauern in Augsburg. Michael Wiesinger (2.), Thomas Häßler (77.) und Martin Max (90.) erzielten die Tore. Das Treffen gegen Newcastle United ist nun die Generalprobe für den Bundesliga-Start. "Die Chancen stehen 50:50", sagte Präsident Karl-Heinz Wildmoser. Bei einem Einzug in den Uefa-Cup winkt den Profis eine Prämie von 1,5 Millionen Mark.

Werders Trainer Thomas Schaaf war nach dem Spiel in Gent sehr verärgert: "Ich bin sauer, dass wir gegen diesen Gegner ausgeschieden sind. Unser Tor fiel zu spät. Außerdem haben wir unsere Chancen nicht optimal genutzt. Für uns war mehr drin." Der Treffer von Andreas Herzog (82./Handelfmeter) reichte nicht. Auch Sportdirektor Klaus Allofs zeigte sich angesichts der entgangenen möglichen Millionen-Einnahmen im Uefa-Cup enttäuscht: "Gegen diese Belgier mussten wir nicht ausscheiden."

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