Sport : Ullrich gegen Zabel

Beim Radrennen am 1. Mai in Frankfurt sollen beide starten

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Frankfurt (Main ) (sid/dpa). Jan Ullrich gegen Erik Zabel: Bei der 42. Auflage des Radrennens „Rund um den Henninger Turm“ am 1. Mai in Frankfurt (Main) könnte es erstmals zum Duell der beiden früheren TelekomTeamkollegen kommen. „Eine definitive Zusage kann ich noch nicht geben, aber Jan würde gerne in Frankfurt fahren, und ich bin ziemlich sicher, dass er an den Start gehen wird“, erklärte Sprecher Marcel Wüst von Ullrichs neuem Rennstall Team Coast.

Nach rund 15-monatiger Wettkampfpause wegen seiner Sperre wegen Medikamenten-Missbrauchs und zweier Knieoperationen soll der Olympiasieger sein erstes Rennen vom 8. bis 11. April bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich bestreiten. In der Vorbereitung auf das Comeback des 29-Jährigen läuft laut Wüst bislang „alles nach Plan“. Ullrich trainiert derzeit in der Toskana. Zabels Start am Henninger Turm, wo er in den Jahren 1999 und 2002 siegte, steht dagegen schon fest.

Keine Probleme erwartet Coast-Teamchef Wolfram Lindner beim Ausstellen einer Rennlizenz für Jan Ullrich „Er wird die Lizenz in der nächsten Woche haben“, sagte Lindner. Ob Ullrich jedoch in dieser Saison auf die Hilfe des Schweizers Alex Zülle vertrauen kann, ist mehr als fraglich geworden. „Alex möchte unbedingt weg. Wir verhandeln über eine Freigabe durch Coast. Der Grund ist die große Unzufriedenheit über all das, was vorgefallen ist“, sagte sein Manager Tony Rominger dem Internet-Anbieter „Radsportnews.com“. Wolfram Lindner betonte dagegen: „Wir wollen Zülle behalten.“ Sollte der letztjährige Sieger der Tour de Suisse den deutschen Rennstall doch verlassen dürfen, gilt ein Wechsel zum Schweizer Phonak-Team als wahrscheinlich.

„Zülle hat einen gültigen Vertrag. Man muss nicht über Probleme reden, sondern muss sie lösen. Wenn er gehen will, muss er das sagen“, sagte Marcel Wüst. Er räumte ein, dass ein Fahrer, der nicht hundertprozentig hinter dem Team stehe, auch nicht die optimale Leistung bringe. Bei Coast gibt es vor allem menschliche Enttäuschung über den zweimaligen Zweiten der Tour de France.

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