Umstrittene Olympia-Teilnehmerin : Ruderin Drygalla wird Sportsoldatin

Während der Olympischen Spiele wurde die Ruderin Nadja Drygalla unfreiwillig durch ihre Beziehung zu einem Ex-NPD-Mitglied prominent. Nun kann sie sich bald wieder ganz dem Rudersport widmen - denn sie wird Sportsoldatin.

Ruderin Nadja Drygalla.
Ruderin Nadja Drygalla.Foto: dpa

Die Rostocker Ruderin Nadja Drygalla wird ab 1. November Sportsoldatin bei der Bundeswehr, wie ein Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung sagte. Demnach ist die 23-Jährige, die nach Bekanntwerden ihrer Beziehung zu einem früheren NPD-Landtagskandidaten frühzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereist war, in einem „normalen Einstellungsvorgang“ ausgewählt worden.

„Sie ist froh und erleichtert und kann sich jetzt wieder voll auf den Sport konzentrieren“, teilte Drygallas Anwalt Rainer Cherkeh mit. Drygalla war bereits im Juli tauglich gemustert worden. Nach ihrer Abreise aus dem olympischen Dorf hatte der Deutsche Ruderverband (DRV) die Bundeswehr allerdings gebeten, den sogenannten Heranziehungsbescheid „auf Eis zu legen“. Mitte August bat der DRV das Verteidigungsministerium dann, den Antrag auf Sportförderung wieder aufzunehmen. Nach Sichtung der Stellungnahme des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) wird Drygalla nun in die Spitzensport-Förderung aufgenommen.

Drygalla war als Folge ihrer privaten Beziehung zu dem früheren NPD-Landtagskandidaten Michael Fischer bereits im vergangenen September aus dem Polizeidienst ausgeschieden. Die 23-Jährige hatte öffentlich gesagt, sie stehe rechtem Gedankengut distanziert gegenüber. (dapd)

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