Sport : Unbekanntes Land

Mathias Klappenbach

über das DFB-Pokalfinale in Tokio Die anderen sind schon lange da. Jetzt will endlich auch die Fußball-Bundesliga den riesigen, wachsenden Markt in Asien erobern, so wie Engländer, Italiener und Spanier es schon längst tun. Ein erstes Konzept dafür soll im Februar verabschiedet werden, mindestens so lange wird das öffentliche Brainstorming noch andauern. Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, will den Ligapokal gleich abschaffen und stattdessen nach Asien reisen. Das geht aber nicht, wegen der bestehenden TV-Verträge. Deshalb will Dortmunds Manager Michael Meier das ganze Turnier in Asien stattfinden lassen. Mit sechs Mannschaften, in einer wichtigen Phase der Saisonvorbereitung.

Das Spitzenspiel der Bundesliga wird bereits jede Woche in China übertragen, nur 10 bis 20 Millionen Zuschauer sehen zu. Echte Fans und Experten. Die breite Masse im fernen Osten kennt allerdings nur den FC Bayern, Oliver Kahn und Michael Ballack. Und daran würde eine Werbereise nichts ändern. Der Bundesliga fehlen die internationalen Stars, um Aufmerksamkeit zu erregen oder sogar nachhaltig Eindruck zu hinterlassen, der sich dauerhaft in höheren Fernseheinnahmen niederschlägt. Deswegen hilft es nicht, im Ligapokal in Peking statt in Meppen zu spielen.

Wenn schon, dann sollte die unbekannte Liga gleich etwas größer als mit dem Ligapokal in Asien einsteigen. Am meisten Zuschauer würden in Peking wohl zu dem in dieser Saison noch möglichen DFB-Pokalfinale Bayern München – Bayern München Amateure kommen.

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