Sport : Und er bleibt doch

Simunic verlängert seinen Vertrag bei Hertha BSC

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Berlin - Manchmal müsse man einfach geduldig sein, sagt Dieter Hoeneß, der Manager von Hertha BSC. „Es lohnt sich.“ Gestern unterzeichnete Josip Simunic einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 beim Fußball-Bundesligisten. Die Verhandlungen zwischen Hertha und dem kroatischen Nationalspieler hatten sich über mehrere Monate hingezogen. In den vergangenen Tagen zeichnete sich die Vertragsverlängerung bereits ab. Für die Berliner ist damit die wichtigste Personalie für die Planung der kommenden Saison geklärt. „Joe ist eine Korsettstange der Mannschaft. Um ihn herum bauen wir eine junge, schlagkräftige Mannschaft auf“, sagte Hoeneß. Josip Simunic sagte, dass er in Berlin etwas aufbauen wolle. „Ich will die Jungen führen.“

Simunic wird dem Vernehmen nach gut zwei Millionen Euro jährlich verdienen. Der Kroate spielt seit sechs Jahren für die Berliner, zuvor stand er beim Hamburger SV unter Vertrag. In seiner zweiten Saison bei Hertha wurde der damals 23 Jahre alte Simunic Stammspieler. In der Spielzeit 2004/2005 bildete er gemeinsam mit Dick van Burik die beste Abwehr der Bundesliga. Mit beiden Innenverteidigern haben die Berliner die auslaufenden Verträge verlängert. In dieser Saison fand Simunic aufgrund von diversen Verletzungen nie zu seiner Form. Während Hertha von Dezember 2005 bis zum März dieses Jahres in der Krise steckte, fehlte er den Berlinern.

Lange sah es nach einem Vereinswechsel von Simunic aus. Hertha hatte dem Kroaten bereits im Dezember eine Frist gesetzt, die er verstreichen ließ. Kurz darauf ging der 28-Jährige doch wieder auf Hertha zu, um Verhandlungen aufzunehmen. Der Klub stellte ihm erneut ein Ultimatum, bis Anfang Mai, Simunic entschied sich wieder nicht. Hertha suchte in der Folgezeit eine Alternative zu dem Kroaten, einen ablösefreien Abwehrspieler hatten die Berliner laut Manager Hoeneß bereits gefunden. Dann änderte Simunic seine Meinung doch noch einmal, vielleicht weil er mit dem AC Florenz verhandelt hatte und der italienische Fußball wegen des Manipulationsskandals in eine tiefe Krise geraten ist.

Nun hat Hertha die Personalplanungen für die kommende Saison weitestgehend abgeschlossen, alle auslaufenden Verträge des Kaders wurden verhandelt. Ein Stürmer soll noch geholt werden, vermutlich handelt es sich dabei um Jan Koller von Borussia Dortmund. Die anderen Lücken, die die Abgänge Vaclav Sverkos, Oliver Schröder, Thorben Marx, Niko Kovac und Gerhard Tremmel hinterlassen, sollen größtenteils von den aus der zweiten Mannschaft aufrückenden Robert Müller, Patrick Ebert, Chinedu Ede und Amadeus Wallschläger geschlossen werden.

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