Sport : Und jährlich grüßt das Murmeltier

-

Mathias Klappenbach erklärt, warum Jan Ullrich bei der Tour Zweiter wird

„Ich bin voll im Plan“, schreibt Jan Ullrich auf seiner Internetseite. Der Eintrag wurde schon vor ein paar Tagen gemacht, aber viel hat sich seitdem nicht geändert. Ullrich hat ein schweres Rennen aufgegeben und seine Saisonplanung umgestellt. Mehr nicht.

Die Radsportnation sorgt sich viel zu früh um ihren Helden, wie in jedem Frühling. Obwohl er im Winter wieder zu viele Süßigkeiten genascht hat und man ihm das immer noch ansieht. Obwohl die Streitigkeiten zwischen seinem Mentor Rudy Pevenage und dem Team nicht beendet scheinen. Ullrich hat noch Zeit genug, sein übliches Übergewicht abzutrainieren. Wie in jedem Jahr. Er muss keine Frühjahrsklassiker gewinnen, er will bis zur Tour de France in seiner besten Form sein. Deshalb ist es richtig, dass Ullrich jetzt allein trainiert, statt Rennen zu bestreiten, in denen er noch nicht mithalten kann. Das kann er auch in einem Monat noch tun. Der fünfmalige Tour-Zweite hat immer wieder bewiesen, dass seine obligatorische Formschwäche im Frühjahr nichts über seine Leistungen im Sommer aussagt. So wird es auch in diesem Jahr sein.

Im Juli will Ullrich, wie in den vergangenen Jahren, endlich den unschlagbaren Lance Armstrong besiegen. Der Amerikaner ist allerdings jetzt schon in guter Form, und die wird bis zur Tour de France noch viel besser werden. Auch das wird so sein wie immer. Jan Ullrich wird wie jedes Jahr hart trainieren und sich in Topform präsentieren. Selbst mit einem Kilo zu viel auf den Rippen könnte er die gesamte Konkurrenz schlagen. Außer Lance Armstrong. Der wird wieder schneller als Ullrich sein. Weil es in jedem Jahr so ist.

0 Kommentare

Neuester Kommentar