Sport : …und jetzt noch Trapattoni

Helmut Schümann

über die wundersame Personalpolitik des VfB Stuttgart Von Kevin Kuranyi weiß die Welt, dass er gern Nutella isst. Jetzt weiß sie zudem, dass er ein Mann der klaren Worte ist. Gerade weg ist er vom VfB Stuttgart, da lobt er seinen alten Präsidenten Erwin Staudt, dass es nur so eine Wonne ist. Gut, vergangene Woche ist er noch reichlich über die Präsidialen hergezogen, aber das war wahrscheinlich ein Irrtum. Also sprach Kuranyi, Staudt sei ein guter Mann. Und wenn man das weiterdenkt, dann sind die Verwirrungen des VfB gar keine Verwirrungen, sondern eine gezielte, erfolgsorientierte Personalpolitik. Das fing an mit der Entlassung von Trainer Matthias Sammer. Musste weg der Mann, klar, hatte eine alles in allem erfolgreiche Saison gespielt mit einem immer noch sehr jungen Kader. Dem ist am Ende die Luft ausgegangen, weg also mit Sammer. Ein Nachfolger muss her, … aber halt, dazu später.

Dann haben sie den einen oder anderen erstklassigen Spieler in den Reihen. Aliaksandr Hleb zum Beispiel. Oder eben Kevin Kuranyi. Kuranyi, den Nationalstürmer, mochten sie nicht mehr. Hleb, den Genialen, mögen sie auch nicht mehr. Kuranyi ist schon bei Schalke, Hleb wird wohl zum FC Arsenal wechseln. Es ist ein Durcheinander wie in der Zeit, als der Präsident noch Mayer-Vorfelder hieß und das Geld mit Händen und Füßen zugleich aus dem Fenster beförderte. Zu all dem Chaos, und nun zur Trainerfrage, würde Giovanni Trapattoni passen. Jener Herr, der den hässlichsten Fußball spielen lässt und damit die Tribünen leerfegt. Eigentlich ist das absurd, Trap bei den forschen Stuttgartern. Wahrscheinlich wird er morgen vorgestellt.

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