Sport : Unfall von Kenteris war manipuliert

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Athen Der angebliche Motorradunfall der griechischen Sprintstars Konstantinos Kenteris und Ekaterini Thanou hat nie stattgefunden oder war manipuliert. Zu diesem Ergebnis kommt ein erster Polizeibericht an Untersuchungsrichter Dimitris Linos. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Die Untersuchung lässt auch Zweifel an der Korrektheit der Klinik-Atteste aufkommen, mit deren Hilfe die Athleten sechs Tage lang ihre Anhörung vor dem Internationalen Olympischen Komitee verhinderten. Kenteris und Thanou waren kurz vor der Eröffnungsfeier nicht zu einer Dopingkontrolle erschienen und waren dann in den angeblichen Unfall verwickelt. Am Mittwoch verzichteten sie auf die Teilnahme an den Spielen.

Im Bericht an den Untersuchungsrichter heißt es, ein Unfall habe in der behaupteten Form nicht stattgefunden. Möglicherweise hätten sich beide aus dem Stand mit dem Motorrad fallen lassen. Ihre Verletzungen seien so leicht gewesen, dass sie eher aus dem Krankenhaus hätten entlassen werden können. Eine offizielle Stellungnahme des Richters ist erst nach Abschluss der Untersuchungen zu erwarten, die sich noch über einige Wochen erstrecken sollen.

Die Griechen haben das Urteil über ihre Stars schon gefällt. Viele wollen ihre Eintrittskarten für die Leichtathletik- Wettbewerbe am Donnerstag verkaufen. In Athener Zeitungen gibt es viele Annoncen, mit denen Kartenbesitzer versuchen, ihre Tickets für den Tag loszuwerden, an dem Kenteris eigentlich Gold für seine Heimat holen sollte. Tsp

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