• Ungeliebte Verlängerung Der Schwede Eriksson bleibt bis 2008 englischer Nationaltrainer

Sport : Ungeliebte Verlängerung Der Schwede Eriksson bleibt bis 2008 englischer Nationaltrainer

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(dpa). SvenGöran Eriksson hat seinen Vertrag als Trainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft um zwei Jahre bis 2008 verlängert. „Ich hoffe, wir können damit die Spekulationen beenden“, erklärte Eriksson auf einer Pressekonferenz in London. In den vergangenen Tagen war immer wieder spekuliert worden, dass der Schwede zum FC Chelsea wechseln wolle. Das Boulevard-Blatt „Sun“ veröffentlichte in seiner Samstagsausgabe Bilder von Eriksson beim Verlassen des Hauses von Chelseas Vorstandsvorsitzendem Peter Kenyon und hatte die Gerüchte angeheizt.

Trotz des neuen Vertrages werden die Spekulationen über Eriksson aber nicht so schnell aufhören. Angeblich hat der Schwede auf einer Ausstiegsklausel beharrt. „Auf Vertragsdetails gehen wir hier nicht ein“, sagte der Geschäftsführer des englischen Verbandes (FA), Mark Palios. „Ich hätte am liebsten bis nach der Europameisterschaft 2004 gewartet“, sagte Eriksson über die Vertragsverlängerung. „Ich werde nicht nach 2004 gehen, ich werde nicht zu Chelsea wechseln. Ich hatte auch nie Angebote von anderen Klubs, nur Anfragen über meine Zukunft.“ Der Rummel um Eriksson stellte das sportliche Geschehen in der Premier League mit dem Topspiel am Sonntag zwischen Tabellenführer Arsenal London und Meister Manchester United beinahe in den Schatten.

Eriksson hatte sich noch am Donnerstag mit Chelseas Geschäftsführer Peter Kenyon zu einem Gespräch getroffen und dabei medienwirksam fotografieren lassen. Dabei soll dem Schweden ein Vierjahresvertrag mit einem Gehalt inklusive Bonuszahlungen von insgesamt 65 Millionen Euro angeboten worden sein. Daraufhin drängte der englische Verband den Nationaltrainer zur vorzeitigen Verlängerung des eigentlich noch bis 2006 laufenden Vertrags. „Am liebsten hätte ich mit meiner Entscheidung bis nach der EM in Portugal gewartet. Aber das war wohl unmöglich nach all den Spekulationen in den vergangenen Tagen. Als bekannt geworden war, dass ich mich mit einigen Leuten getroffen habe, war es das Beste, die Sache einfach sterben zu lassen“, sagte der Coach, der mit seinem Team am Mittwoch in einem Testländerspiel gegen Schweden antritt.

Einen Tag zuvor kam Chelsea nach harter Arbeit zu einem am Ende doch noch deutlichen 5:2 über die Wolverhampton Wanderers. Vor dem Spiel hatten die Fans von Stuttgarts Champions-League-Bezwinger gefordert, dass der russische Eigentümer Roman Abramowitsch und der Vorstand Trainer Claudio Ranieri in Ruhe weiter arbeiten lassen sollen.

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