Union Berlin vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg : Hinten zu dritt

Der 1. FC Union empfängt heute den MSV Duisburg. Trainer Sascha Lewandowski denkt an eine Systemänderung und stellt wohl die Abwehr um - auch gezwungenermaßen.

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Umstellung: Union-Trainer Sascha Lewandowski denkt an eine Dreierkette in der Abwehr.
Umstellung: Union-Trainer Sascha Lewandowski denkt an eine Dreierkette in der Abwehr.Foto: dpa

Wenn Trainer Sascha Lewandowski etwas Positives aus den vergangenen zwei Spielen seiner Mannschaft benennen muss, dann, dass sie trotz der Niederlagen gegen Greuther Fürth (1:2) und beim FSV Frankfurt (2:3) sehr ansehnlich Fußball gespielt hat und sich taktisch flexibel zeigte. Vor allem in Frankfurt, als es für den 1. FC Union nach der Pause darum ging, einen Rückstand aufzuholen, funktionierte die Umstellung von vier auf drei Abwehrspieler problemlos.

Im Heimspiel am heutigen Sonnabend gegen den MSV Duisburg (13 Uhr) wird es Lewandowski vermutlich gleich von Beginn an mit der Dreierkette versuchen und das nicht etwa, weil er glaubt, gegen den Tabellenletzten auf einen weiteren Abwehrspieler verzichten zu können. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Michael Parensen (Armbruch) gehen Lewandowski langsam die Verteidiger aus. Vor allem auf der linken Seite sieht es schlecht aus, Parensens Konkurrent Fabian Schönheim ist ebenfalls verletzt. Die beiden sind die einzigen im Kader, die regelmäßig auf dieser Position zum Einsatz kommen, Alternativen gibt es kaum. Christopher Trimmel könnte links verteidigen, aber der ist Rechtsfuß und fühlt sich auf der anderen Seite wohler. Kenny Prince Redondo wird vom Trainer genannt, aber der ist Offensivspieler und verfügt wegen seiner schmächtigen Statur nicht über die besten Veranlagungen als Abwehrspieler. „Es gibt sicherlich keine ideale Lösung“, sagt Lewandowski.

"Automatismen entwickeln"

Deshalb zieht Unions Trainer eine Systemumstellung in Betracht. „Wenn wir den Spielertypen nicht haben, macht es Sinn darüber nachzudenken, die Grundordnung zu ändern und über eine andere Raumaufteilung zu kommen“, sagt er.

Die Dreierkette sollen Benjamin Kessel, Toni Leistner und Roberto Puncec bilden. Leistner und der gegen Frankfurt unglücklich spielende Puncec haben weiter Lewandowskis Vertrauen. „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir Automatismen entwickeln wollen“, sagt Unions Trainer. Gerade für Spieler, die vorher nicht so oft zum Einsatz kamen, jetzt aber zur Startformation zählen, sei es wichtig, dass sie nun regelmäßig spielen. Für Dennis Prychynenko, Unions einzigem Verteidiger im Kader, der in dieser Saison noch keine Minute spielen durfte, sind das keine guten Nachrichten.

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