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Union gegen Fürth 1:1 : Zwei Punkte verschenkt

Union Berlin geht beim Tabellenzweiten Greuther Fürth zwischenzeitlich in Führung, verpasst am Ende aber die Chance, den Abstand auf die Aufstiegsränge zu verkürzen.

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Immerhin ein Punkt: Union Berlin hält den Rückstand auf den Aufstiegsplatz konstant.
Immerhin ein Punkt: Union Berlin hält den Rückstand auf den Aufstiegsplatz konstant.Foto: dpa

Bein 1. FC Union gab es großen Redebedarf. Nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden bei der Spielvereinigung Greuther Fürth diskutierte Kapitän Torsten Mattuschka beim Gang zu den eigenen Fans mit Verteidiger Marc Pfertzel. Co-Trainer Andre Hofschneider debattierte mit Abwehrchef Mario Eggimann. Für alle Fußballer aus Berlin gab es warmen Beifall von den 1000 mitgereisten Union-Fans.

Doch so richtig zufrieden war keiner mit dem Remis in Fürth. „Unmittelbar nach dem Schlusspfiff habe ich mich über zwei verlorene Punkte geärgert“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus. „Es war ein sehr intensives Spiel. Beide Teams haben ganz viel investiert. Ich habe aber das Gefühl, dass wir ein kleines bisschen näher am Sieg dran waren.“
In der Tabelle bleibt der Abstand zum Zweitligazweiten bei sechs Punkten, vier Zähler sind es bis zum Relegationsrang. Mit dem dritten sieglosen Spiel in Serie und nur einem Erfolg aus den letzten sechs Partien kommt Union nicht voran im Kampf um den Bundesligaaufstieg.

Tor nach 43 Minuten

Durch den verpassten Sieg bleibt Neuhaus zudem weiter erfolglos in Spielen gegen die Spielvereinigung. Auch in der achten Partie, seit er Union-Trainer ist, gab es keine drei Punkte gegen die Fürther. Immerhin reichte es zum zweiten Mal zu einem Zähler gegen die Franken und zum ersten Mal überhaupt seit dem Zweitliga-Aufstieg 2009 zu einem Treffer am Ronhof.
Den hatte Sören Brandy nach 43 Minuten per Kopf erzielt. Nach einem Freistoß von Mattuschka war er einen Tick eher am Ball als der Fürther Torwart Wolfgang Hesl. Union ging nicht unverdient mit der knappen Führung in die Kabine. Angreifer Simon Terodde mit einem Heber und Brandy mit einem Kopfball an die Latte hätten die Gäste schon vorher in Führung bringen können.

Die Änderungen auf Berliner Seite machten sich keinesfalls negativ bemerkbar. Neuhaus hatte die Mannschaft im Vergleich zum 1:1 gegen den FC Ingolstadt auf drei Positionen umgestellt. Für den nach fünf Verwarnungen gesperrten Abwehrmann Fabian Schönheim rückte Roberto Puncec in die Innenverteidigung. Hinten rechts verteidigte Marc Pfertzel anstelle von Björn Kopplin. Im Mittelfeld bekam Sören Brandy gegenüber Christopher Quiring den Vorzug.

Doch trotz seines siebten Saisontreffers verließ auch der Offensivmann Brandy das Stadion nachdenklich. „Ich sehe das eher mit einem weinenden Auge. Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, sagte Brady. „Aber wir haben zum dritten Mal in Folge nicht gewinnen können.“

Das lag durchaus an der Leistungssteigerung der Fürther in der zweiten Halbzeit. Aber wer weiß, was passiert wäre, wenn Mattuschka nach 54 Minuten das 2:0 gelungen wäre. Die Flanke von Baris Özbek kam perfekt. Doch leider ist Mattuschka kein Kopfball-Spezialist und er wird es in seinem Leben wohl auch nicht mehr werden. Sein Kopfball aus rund elf Metern flog weit über den Kasten von Hesl. „Ich habe noch nie ein Kopfballtor gemacht. Leider war ich der falsche Spieler in diesem Moment“, gab Mattuschka zu.

Nächstes Heimspiel gegen Paderborn

Zu allem Überfluss wiederholte sich eine Negativgeschichte aus dem Hinspiel, das Union 2:4 verloren hatte. Damals hatte Mattuschka bei einer 1:0-Führung der Berliner das 2:0 vergeben. Und im Gegenzug waren die Fürther zum 1:1-Ausgleich gekommen. Ähnlich lief es am Sonntagnachmittag auf schwer bespielbaren Boden in Fürth. Nach einer Standardsituation drückte Angreifer Alir Azemi in der 56. Minute den Ball per Kopf wuchtig über die Linie. „Wenn ich das 2:0 mache, gewinnen wir das Spiel. So müssen wir mit einem Punkt leben“, sagte Mattuschka.

Nach dem 1:1 straffte sich Union noch einmal. Brandy und Damir Kreilach hatten sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß beziehungsweise Kopf. Da auch Fürth hier und da für Gefahr sorgte, war das Remis am Ende für beide Mannschaften nicht unverdient. In der Nachspielzeit sah Fürths Verteidiger Mergim Mavraj wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Vor dem nächsten Heimspiel gegen seinen vormaligen Verein Paderborn gibt Brandy eine jedoch klare Linie vor. „Wir müssen irgendwann anfangen, dreifach zu punkten, damit wir oben dran bleiben“, erklärte Brandy. „Sonst ist der Zug irgendwann abgefahren. Wir müssen den Bock umstoßen.“

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